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Brainstorming/Brainwriting/Freewriting

Brainstorming¹ ist eine Methode zum Sammeln von Gedanken und Entwickeln von Ideen. Das vom US-Amerikaner Alex F. Osborn in der Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelte Verfahren war ursprünglich als Gruppenaktivität gedacht, kann aber in leicht abgewandelter Form durchaus auch Einzelpersonen nützlich sein.

Beim verwandten Brainwriting werden die Ideen, Überlegungen, Assoziationen schriftlich festgehalten.

Freewriting ist eine kreative Schreibmethode, bei der der Bewusstseinsstrom der/des Schreibenden ohne Selbstzensur zu Papier gebracht wird.
Schüler/innen können sich dieser Methoden bei der Themenfindung für (vor)wissenschaftliche Arbeiten sowie beim Erarbeiten von Inhalten etc. bedienen.

Brainstorming

Grundprinzipien des Brainstormings sind,

  • von einer Frage auszugehen,
  • alle Überlegungen, Ideen, Assoziationen, die produziert werden, ohne innere Zensur oder Bewertung zuzulassen,
  • diese zu notieren: Es wird alles aufgeschrieben, was einem in den Sinn kommt!
  • alles Notierte nach einer gewissen Zeit (zwei bis drei Tage) kritisch zu bewerten.

Brainwriting

Wie das Brainstorming ist Brainwriting zuallererst eine Gruppenmethode, die aber auch von Einzelpersonen eingesetzt werden kann.

Man schreibt dabei – in einem zuvor festgelegten Zeitrahmen (z. B. 10 Minuten) – alles auf, was einem spontan zur Problemstellung bzw. zum gewählten Thema einfällt. Auch bei dieser Variante ist es wichtig, sich zunächst keine weiteren Gedanken zu machen, wie „gut“ bzw. vernünftig die notierten Einfälle sind bzw. wie sie in ein Gesamtbild passen.

In der Auswertungsphase kann es hilfreich sein, die Bewertung der einzelnen Ideen nach folgenden Kriterien vorzunehmen:

  • Welche ist neu?
  • Welche ist originell?
  • Welche ist nützlich?
  • Welche lässt sich (leicht) realisieren?

Freewriting

Freewriting² ist eine kreative Methode, die in vielen Situationen eingesetzt werden kann, etwa

  • zur Ideensammlung,
  • zur Aktivierung von Vorwissen,
  • zur Klärung der eigenen Perspektive auf ein Thema,
  • zum Einstimmen in eine Schreibtätigkeit,
  • zur Überwindung von Schreibblockaden.

Setzt man Freewriting als Brainstormingmethode ein, geht man von einem Impuls – einem Kernwort, einem Satzanfang – aus, um Assoziationen, Ideen, Überlegungen zu sammeln.

Grundprinzipien des Freewritings sind:

  • einen Begriff/Satzanfang als Ausgangspunkt zu wählen,
  • eine Eieruhr/Stoppuhr einzustellen (5, 10, 15 … Minuten),
  • ohne Selbstzensur zu schreiben – alles ist erlaubt!
  • nicht abzusetzen – die schreibende Hand bleibt stets in Bewegung (fällt einem nichts ein, schreibt man das hin!),
  • nicht auf Rechtschreibung oder Zeichensetzung zu achten,
  • wenn die Zeit um ist, den Gedanken fertig zu schreiben – dann stopp!

¹ Vgl. Reich, Kersten (Hrsg.): „Methodenpool“, in http://methodenpool.uni-koeln.de/download/brainstorming.pdf [Zugriff: 20.05.2019].
² Elbow, Peter: Writing With Power: Techniques for Mastering the Writing Process. New York: Oxford UP, 1998. Goldberg, Natalie: Writing Down the Bones. Boston: Shambala Publications, 1986.