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Mind-Maps

Mittels Mind-Maps¹ lassen sich Themengebiete durch Informationsreduktion leichter und schneller erfassen und veranschaulichen. Gedankengänge, Gelesenes und/oder Gehörtes werden visualisiert.

Ausgehend von einem zentralen Begriff werden entsprechende Haupt- und Unterkategorien (-gedanken) als Haupt- und Nebenäste gezeichnet. Dabei lässt man den Gedanken freien Lauf, bringt assoziativ immer mehr (Schlüssel-)Begriffe zu Papier bzw. erfasst und ordnet sie digital.

Die Einsatzmöglichkeiten von Mind-Maps im Rahmen der vorwissenschaftlichen Arbeit sind vielfältig: zur Planung und Organisation des gesamten VWA-Projektes bzw. von einzelnen Teilen, zur Ideensammlung bei der Themenfindung, zur Strukturierung und visuellen Vermittlung komplexer Sachverhalte, zur Vorbereitung der Präsentation etc.

Vorgangsweisen bei der Erstellung von Mind-Maps:

  • Notierung des zentralen Begriffes/Leitgedankens zentral in der Mitte eines Blattes in Querformat,
  • ausgehend von diesem zentralen Begriff sternförmige Anordnung von weiteren Gedanken/Unterpunkten/Begriffen,
  • Einsatz von Symbolen, Pfeilen, Ruf- und Fragezeichen, selbst definierten Zeichen,
  • Darstellung von Verbindungen zwischen verwandten Zweigen,
  • Beschriftung der Verbindungslinien zur Verdeutlichung von Zusammenhängen und Abhängigkeiten,
  • Verwendung von Farben, um Zusammenhänge herzustellen oder Bedeutungen darzustellen,
  • Arbeit ohne zensurierende Unterbrechungen – ein direktes Ordnen und Optimieren der Karte stört die Kreativität und behindert die Erstellung der Mind-Map.

Mind-Maps können auch am Computer gestaltet werden, entsprechende Software gibt es als Gratisdownload (z. B. „FreeMind“, „Knowledge-Map“, „XMind“, „MindManager“) bzw. in kostenpflichtigen Ausführungen (z. B. „Mindjet MindManager“, „Personal Brain“, „iMindMap“). Auch für iPads und iPhones gibt es entsprechende Applikationen, z. B. „SimpleMind+“, „iMindMap Mobile HD“. Ebenso gibt es für Android entsprechende Applikationen, z. B. „MindMeister“, „SimpleMind“, „Mindly“.

Concept-Maps

Concept-Maps dienen wie Mind-Maps der Strukturierung von Wissen und der Veranschaulichung insbesondere komplexer Sachverhalte. Zu ihrer Erstellung werden die zentralen Begriffe eines Themas zunächst erfasst, sodann schematisch aufgezeichnet, erweitert und schließlich netzartig verknüpft. Durch die intensive Auseinandersetzung mit (Schlüssel-)Begriffen lassen sich Inhalte leichter erschließen und neue Ideen entwickeln.

Im Rahmen der Erarbeitung einer VWA könnten Concept-Maps im Anschluss an ein Brainstorming zur Themensuche zum Einsatz kommen, bei der Eingrenzung des Themas und bei der Gliederung der Inhalte hilfreich sein, zur  Zusammenfassung der Arbeit und bei der Vorbereitung der Präsentation eingesetzt werden.

Concept-Maps können einfach und schnell per Hand gezeichnet oder mit Hilfe entsprechender Computerprogramme, z. B. „Cmap-Tools“, „Inspiration Maps Lite“ (iPad), kostenlos für nicht kommerzielle Anwendungen erstellt werden.

Mögliche Vorgangsweisen beim Erstellen einer Concept-Map:³

  • Auflistung der wichtigen Stichwörter, ggf. Nummerierung, um Prioritäten zu verdeutlichen,
  • Notierung  der wichtigsten dieser Stichwörter (nur eins oder wenige) zentral auf ein DIN-A4- oder DIN-A3-Blatt im Querformat,
  • Notierung weiterer passender Stichwörter in direkter Nachbarschaft und Verdeutlichung von Abhängigkeiten und Beziehungen mittels Verbindungslinien,
  • Gruppierung von Zusammengehörendem, farbiges Umrahmen,
  • Verwendung von Symbolen und auch Bildern zur Visualisierung von Begriffen und Beziehungen,
  • Verwendung von Pfeilen zur Darstellung einer Denkrichtung, zur Verdeutlichung von Ursache und Wirkung oder zur Richtungsangabe vom Allgemeinen zum Speziellen etc.,
  • Kommentierung der Verbindungen und Pfeile mittels kurzer, präziser Beschreibungen zur Dokumentierung, in welcher Beziehung die Begriffe zueinander stehen,
  • Arbeit ohne zensurierende Unterbrechungen – ein direktes Ordnen und Optimieren der Karte stört die Kreativität und behindert die Erstellung der Concept-Map.

¹ Karall, P., Weikert, A.: Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/schreiben/schreiben-19.html. [Zugriff: 30.5.2019]; Kannicht, Ludwig: „Concept Mapping. Multidisziplinäre Hintergründe zur Visualisierung von Wissen und Concept Mapping konkret mit CmapTools.“, in: http://luline.net/extra/wp-content/uploads//2009/12/Concept-Mapping-Kannicht-2008.pdf [Zugriff: 20.5.2019].
² Fürstenau, Bärbel: Concept Maps im Lehr-Lern-Kontext. 2011.
³ Schreibzentrum und Interdisziplinäres Kolleg Hochschuldidaktik der Goethe-Universität Frankfurt a. M.: http://www.starkerstart.uni-frankfurt.de/59989416/A09_Concept_Map.pdf [Zugriff 21.05.2019].

Abbildung 1: Stangl, Werner: Schreibtechniken – die Praxis. [werner stangl]s arbeitsblätter. 2019. https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PRAESENTATION/schreibtechniken.shtml. [Zugriff 21.05.2019].
Abbildung 2: Landesinstitut für Schule Bremen: Concept Mapping. 2017. https://www.lis.bremen.de/detail.php?gsid=bremen56.c.90390.de [Zugriff 21.05.2019].