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Sprachliche Korrektur – Empfehlung

Sprachliche Kompetenz

Die sprachliche Kompetenz von Schreibenden zeigt sich in erster Linie darin, inwieweit der von ihnen verfasste Text – im gegenständlichen Fall die VWA – bei Leserinnen und Lesern, die sich auf den Text einlassen (wollen), seine Absicht erreicht. „Ob es tatsächlich gelingt, dass der Text beim Leser die beabsichtigte Wirkung erzielt, hängt davon ab, inwieweit die Absicht und die Botschaften des Schreibers für den Leser erkennbar und verstehbar sind.”1 Das oberste Kriterium für die sprachliche Kompetenz ist also seine Verständlichkeit.

Dazu müssen für eine VWA folgende Kriterien erfüllt sein:
Der behandelte Sachverhalt muss vom Umfang her ausreichend dargelegt werden und sprachlich zusammenhängend, strukturiert, informativ, präzise verfasst sein. Der Text muss unabhängig von Nachfragen durch Lesende verstanden werden.
Dementsprechend zieht der Beurteilungsraster für die VWA folgende Kriterien zur Beurteilung der sprachlichen Kompetenz heran:

  1. Die sprachliche Ausdrucksweise des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin entspricht den Anforderungen sachlich-informierenden Schreibens.
  2. Der/Die Prüfungskandidat/in achtet auf die Lesbarkeit des Textes durch Klarheit in Aufbau und Gliederung sowie in Ausdruck und Formulierung.
  3. Der/Die Prüfungskandidat/in baut direkte und indirekte Zitate sprachlich und stilistisch passend in den Textzusammenhang ein.
  4. Der/Die Prüfungskandidat/in beherrscht die Regeln von Orthografie, Grammatik und Satzzeichensetzung.

In den Erläuterungen zum Beurteilungsraster werden diese Kriterien durch Zerlegung in Einzelaspekte konkretisiert.

Im Folgenden werden die meisten dieser Einzelaspekte mit Beispielen für gelungene oder wenig bis nicht gelungene Umsetzung veranschaulicht.

Im Zusammenhang mit Mängeln werden einige wenige Korrekturzeichen zur Kennzeichnung der Verstöße angeführt. Die Visualisierung durch Korrekturzeichen erleichtert es der beurteilenden Lehrkraft, eine Übersicht über die Teilkompetenzen zu bekommen, und befördert die Nachvollziehbarkeit durch die Kommissionsmitglieder. – Selbstverständlich steht es Korrigierenden frei, darüber hinaus erläuternde Anmerkungen für Zweitleser/innen anzubringen.

Die sprachliche Ausdrucksweise der Prüfungskandidatin/des Prüfungskandidaten entspricht den Anforderungen sachlich-informierenden Schreibens.2

  • Er/Sie unterscheidet in der Arbeit zwischen Alltagssprache und Bildungssprache und kann sich dem Kontext gemäß ausdrücken.
    Da man sich in der Zwischenzeit alle Informationen per Knopfdruck aus dem Internet holen kann, hat das Nachschauen in Büchern nicht mehr viel Sinn. Keiner möchte stundenlang lesen, wenn man sich eine Information per Netz in ein paar Sekunden holen kann. Dieser Umstand macht das Thema „Lesen“ sehr unpopulär. A (Stil)
    [Mögliche Alternative: Da heutzutage viele Informationen mittels Internetrecherche eingeholt werden können, hat das Nachschlagen in gedruckten Lexika und Fachbüchern an Stellenwert verloren. Im Internet gelangt man schneller an Informationen, das Nachlesen in Büchern ist dagegen zeitaufwendiger und wird daher kaum mehr betrieben.]
     
  • Er/Sie vermeidet in der Arbeit
    • umgangssprachliche Wendungen: „Die Spielefirma Electronic Arts scheint die Kritik der Nutzer nicht ernst zu nehmen. Diese sind aber die Gestalter des Spiels; und das zu ignorieren ist ein völliger Schuss in den Ofen.A (ugs.)
      Es entstanden haufenweise Siedlungen und Städte. A (ugs.)
    • emphatische Formulierungen („ein tolles Buch“, „eine furchtbare Darstellung“)
    • Maßausdrücke, v. a. Superlative (äußerst, völlig, absolut)
    • Phrasenhaftes und Überflüssiges: Der Tag eines Arbeiters begann bei Tagesanbruch. Jeder verrichtete, was er zu tun hatte. Es war bekannt, wer die Chefs und wer die Untergebenen waren. A (Phrase)
    • Füllwörter: Der Eisenbahnbau hat klarerweise natürlich auch eine wirtschaftliche Seite. A
       
  • Er/Sie verwendet Fachbegriffe korrekt.
    Die Nationenfrage [korrekt: Nationalitätenfrage] war eines der Hauptprobleme der österreichisch-ungarischen Monarchie. A (Terminus)
    Darüber hinaus treten sehr oft Fehler beim Gebrauch von festen Wendungen (Kollokationen) auf. Diese sind ebenfalls als Ausdrucksmangel zu markieren.
    Es ist sogar das Gerücht in Erscheinung getreten  [korrekt: Gerücht aufgekommen, aufgetaucht, entstanden …], dass Lionel Messi einen Vertrag mit Electronic Arts abgeschlossen habe.A

2. Der/Die Prüfungskandidat/in achtet auf die Lesbarkeit des Textes durch Klarheit in Aufbau und Gliederung sowie in Ausdruck und Formulierung.

  • Er/Sie schafft Orientierung mittels einer Reihe von Sinn stiftenden Elementen:
    • Gliederung in Kapitel, Absätze, …
    • präzise und sachliche Überschriften, die den wesentlichen Inhalt des zugehörigen Textes ausdrücken.

      Auswirkungen der Sklaverei und der chinesischen Arbeiter Gl.
      [Hier liegen mehrere Probleme vor: Inhalt: Das Kapitel behandelt das Thema, wie sich die Abschaffung der Sklaverei und der damit verbundene verstärkte Einsatz chinesischer Arbeitskräfte auf den Bau der transkontinentalen Eisenbahnlinie ausgewirkt hat. Sprache: Die Überschrift ist auch sprachlich nicht korrekt: „Auswirkungen der chinesischen Arbeiter“.
      Verständlicher ist z. B. die Formulierung „Die Abschaffung der Sklaverei und der Einsatz chinesischer Arbeiter“.]
       
  • Er/Sie erklärt Fachbegriffe und Abkürzungen, die nicht allgemeines Vokabular sind, und Fachbegriffe, die in der Fachsprache eine andere Bedeutung haben als in der Alltagssprache.
    Bei der Längsschnittmethode wird dieselbe Person über einen längeren Zeitraum hinweg zu verschiedenen Zeitpunkten beobachtet bzw. getestet.
     
  • Werden Tabellen, Diagramme und Abbildungen (Grafiken, Zeichnungen, Foto-Reproduktionen usw.) verwendet, so sind diese der Thematik angemessen und weisen einen Bezug zur Argumentation des Textes auf.
     
  • Er/Sie erläutert Symbole, Diagramme, Wertetabellen eindeutig.

Dass die Spieleentwickler von FIFA sich nicht immer an den realen Leistungen der Spieler orientieren [= Behauptung], zeigt sich auch an der Auswertung von Alabas Passquote [= Beleg]: Diese hat sich, wie man an den Liniendiagrammen ablesen kann, von der Spielsaison 2012/13 (86 %), über die Saison 2013/14 (89 %) bis zur Saison 2014/15 (91 %) kontinuierlich gesteigert. In FIFA wurden diese Werte in FIFA 13 und FIFA 14 nachvollzogen, jedoch nicht in FIFA 15 [= Argument].

  • Er/Sie formuliert flüssig und zusammenhängend und verwendet dafür geeignete sprachliche Mittel (Verweise und Verknüpfungen im Text: z. B. zum einen … zum anderen, zunächst, anschließend, schließlich).
    Die Handlung wird von zwei Mädchen bestimmt, Gertrude und Helene. Helene aberverschwindet in die Stadt, weswegen sie von Gertrude gesucht wird. TG [fehlender Bezug]  
    Vom Staat wurden bestimmte Regeln aufgestellt. Zum einen, wie viel Geld für den jeweiligen Streckenabschnitt ausgezahlt wird. TG [= sprachlich fehlerhafte Verknüpfung; es fehlt: „…, zum anderen…“]
     
  • Er/Sie achtet auf Überleitungen zum bzw. Zusammenhänge mit dem nächsten Absatz/Abschnitt/Kapitel sowie auf Leser/innenführung durch Vorausschau und Rückbezüge.
    Beispiele:  „Von diesen Faktoren möchte ich den folgenden hervorheben:“; „In der besagten Studie werden vier Bereiche unterschieden …“; „Wie schon in Kapitel 3 erwähnt …“).

Der/Die Prüfungskandidat/in baut direkte und indirekte Zitate sprachlich und stilistisch passend in den Textzusammenhang ein.

  • Er/Sie verknüpft wörtliche Zitate und Paraphrasen sprachlich mit dem eigenen Text.
     
  • Er/Sie setzt bei der Formulierung von Paraphrasen Wortschatz und Stilmittel so ein, dass ein flüssiger, gut lesbarer Text entsteht.
    De Cillia geht zu Beginn des Artikels darauf ein, dass es zwei Arten des Spracherwerbes gibt, wenn Deutsch nicht die Erstsprache der Schüler/innen ist (vgl. de Cillia 2012, S. 1). Zum einen jene Schüler/innen, die aufgrund ihres Alters beim Kommen in das Aufnahmeland dazu verpflichtet sind, die Schule zu besuchen. Diese sogenannten Seiteneinsteiger/innen weisen ein fundiertes Grundwissen in der Erstsprache auf und erwerben die Zweitsprache meist unter schwierigen Umständen. Zum anderen jene Schüler/innen, die im Einwanderungsland auf die Welt gekommen sind und in der Schule hauptsächlich in ihrer Zweitsprache Deutsch sozialisiert werden. [= weniger gelungene sprachliche Verknüpfung: „Zum einen jene Schüler/innen“ bezieht sich sprachlich auf „zwei Arten des Spracherwerbes“; es liegt ein Verstoß gegen die korrekte Textgrammatik vor: TG]

    Folgende Verstöße sind häufig:
    Original: „Dabei muss das Layout entsprechend den Vorlagen gestaltet werden.“
    Man muss „das Layout entsprechend den Vorlagen“ gestalten. [= korrekt zitiert]
    Man beachte die Gestaltung „das Layout  entsprechend den Vorlagen“. [= Das Zitat ist korrekt wiedergegeben, aber die sprachliche Angleichung stimmt nicht à G]
    Man beachte die Gestaltung „des Layouts  entsprechend den Vorlagen“. [= Die sprachliche Angleichung stimmt, das Zitat ist nicht korrekt wiedergegeben à Zit.]

4. Der/Die Prüfungskandidat/in beherrscht die wesentlichen Regeln von Orthografie, Grammatik und Satzzeichensetzung.

Es gibt keine sinnstörenden Verstöße in den Grundbereichen der Grammatik auf der …

  • Wortebene (Wortbildung)
    Verstöße auf der Wortebene betreffen die Flexion und die Wortbildung. Flexion (Biegung) bedeutet, dass bestimmte Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive, Pronomen, Artikel) ihre Form an die Verwendung in einem Satz anpassen müssen. Verstöße gegen die korrekte Form sind Verstöße auf der Ebene der Wortgrammatik und werden mit WG ausgewiesen.
    • Fall (Kasus)
      Es waren lebensgefährliche Arbeitsbedingungen, in denen [korrekt: die] sich die Arbeiter begaben. WG
      Die Strategie des kooperativen wechselseitigen Lehren und Lernen  [korrekt: Lehrens und Lernens] ist eine effektive Übungsmethode. WG
    • Zahl (Numerus)
      Die meisten Mensch ... [korrekt: Menschen] unterstützten diese Reformen. WG
    • Geschlecht (Genus)
      Die Nationalitätenfrage war einer [korrekt: eines] der Hauptprobleme der österreichisch-ungarischen Monarchie. WG
      Eines[korrekt: Einer] der wichtigsten Punkte in Lincolns Wahlkampagne war die Abschaffung der Sklaverei. WG
    • Wortbildung
      Belegsexemplar [korrekt: Belegexemplar]
      Regierungkoalition [korrekt: Regierungskoalition]
    • Konjugation
      Damit gießte die Regierung Öl ins Feuer. WG
    • Steigerung
      Unter Trajan erreichte das Römische Reich die größeste Ausdehnung. WG
       
  • Satzebene (Übereinstimmung von Subjekt und Prädikat, Wortstellung, Wahl der Präpositionen, Verwendung der Konjunktionen, Tempus und Modus der Verben …)
    • Übereinstimmung von Subjekt und Prädikat in Person und Zahl
      Am 10. Juli 1865 wurde von der Union Pacific die ersten Gleise gelegt. SG [korrekt: wurden]
    • Wortstellung
      In Österreich das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch  wurde 1811 erlassen. SG [korrekt: In Österreich wurde… oder: Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch wurde … oder: 1811 wurde …]
    • Fehlendes Satzglied
      Viele Arbeiter kannten sich mit dem explosiven Brennstoff nicht aus und führte zu Unfällen. SG korrekt: … und dies führte zu Unfällen.
    • Überflüssiges Satzglied
      Die Eisenbahngesellschaften nutzten das Chaos in der Politik, um daraus ihren Gewinn zu ziehen und sich zu expandieren. SG
    • Verwendung der Konjunktionen
      Die Firma leitete entsprechende Maßnahmen ein, deswegen sich die Situation laufend verbesserte. [korrekt: …, weswegen …] SG
    • Tempus (Zeitform)
      Kontinuität der Zeitformen: Je nach Schreibfunktion muss die entsprechende Zeitform beibehalten oder gewechselt werden. Die Darlegung eines Ist-Zustandes erfordert das Präsens, die Darlegung historischer Vorgänge erfordert meist das Präteritum. Vorzeitigkeit wird meist durch Perfekt bzw. Plusquamperfekt angezeigt. Vorausverweise können im Präsens oder im Futur abgefasst sein.
      Eine andere Art von Dokumenten enthält [Präsens] viele genaue Beschreibungen mittelalterlicher Krankheiten, ist aber meines Wissens bisher nicht zu Untersuchung historischer Krankheiten herangezogen worden [Perfekt]. Es handelt [Präsens] sich um die Akten oder Prozesse zur Beurteilung von Kandidaten der Kanonisation. Seit dem frühen 13. Jahrhundert nahm [Präteritum] das Papsttum für sich das ausschließliche Recht in Anspruch, Heilige zu kanonisieren. Es ernannte [Präteritum] Gerichte […]“ (Herlihy 2007, S. 22)
    • Modus
      Die indirekte Wiedergabe von allgemeinen Aussagen, Annahmen, Hypothesen erfolgt i.A. im Konjunktiv, die Darstellung von Forschungsergebnissen erfolgt allerdings oft im Indikativ (siehe Paraphrasieren)
      Oberste Maxime ist hier: Für die Leser/innen muss klar sein, ob eine eigene Aussage des/der Schreibenden vorliegt oder eine Aussage Dritter wiedergegeben wird.
      Jakobs (1999) betont, dass Lesen sich auch auf andere Texte als Informationsquellen richten kann – von Jakobs als «source reading» bezeichnet – und in diesem Sinne einen anderen Stellenwert im Textproduktionsprozess hat.“ (Sturm 2009, S. 2)
      Schwierigkeiten in diesem Bereich zeigen sich nach Jakobs (1999) u. a. daran, dass Informationen eine verfälschte Bedeutung erhalten oder ganz entstellt werden.“ (ebd.)
       
  • Textebene (Verwendung von Konnektoren/Verweisen zur Herstellung von Verbindungen innerhalb und zwischen Sätzen, Zeitenfolge)
    Als Konnektoren werden u. a. Bindewörter (und, denn, weil, obwohl, wenn …), Adverbien (dann, weiters, außerdem, hierbei, anschließend, schließlich …) und Relativwörter (der, die, das, wer, was …) bezeichnet, weil sie Sätze und Absätze miteinander verknüpfen.
    • Unkorrekte Verknüpfungen:
      Zu Beginn litt die Firma an Geldmangel. Daher konnten  [korrekt: konnte] sie erst nach mehreren Wochen, den ersten Streckenabschnitt fertigstellen. TG
      Der Bau ging nur sehr langsam voran, da die Firma kein Geld hatte, um seine  [korrekt: ihre] Arbeiter zu bezahlen.TG
      Es war das Prinzip „Brot und Spiele“, welche [korrekt: welches] von den Vorgesetzten eingesetzt wurde. TG
      Das Leben der Ureinwohner baute sich um die Büffel auf. Es war nicht nur Nahrung[korrekt: Sie waren nicht nur Nahrungsquelle…] TG
    • Fehlende Verknüpfung:
      Bei der Errichtung der Eisenbahn gab es verschiedene sozialpolitische Aspekte. Arbeiter aus unterschiedlichen sozialen Schichten mussten miteinander arbeiten. Zusätzlich setzten sie [korrekt: die Eisenbahngesellschaften] billige afroamerikanische und chinesische Arbeitskräfte ein. TG
    • Zeitenfolge:
      Gleichzeitiges muss mit derselben Zeitform dargestellt werden:
      Noch während die Verhandlungen liefen, begannen die Bauarbeiten.
      Wird eine Darstellung im Präsens verfasst und auf etwas verwiesen, das vor dieser Darstellung liegt, wird im Normalfall das Perfekt verwendet:
      Nachdem die Verhandlungen erfolgreich verlaufen sind, beginnen die Bauarbeiten.
      Wird eine Darstellung im Präteritum verfasst und auf etwas verwiesen, das vor dieser Darstellung liegt, wird im Normalfall das Plusquamperfekt verwendet:
      Nachdem die Verhandlungen erfolgreich verlaufen waren, begannen die Bauarbeiten.
      Es gibt für das Deutsche keine exakt ausgewiesene Zeitenfolge. Oberstes Prinzip ist: Leser/innen müssen die Chronologie in einem Text nachvollziehen können.

Er/Sie schreibt den wesentlichen Regeln der Orthografie entsprechend; es finden sich keine sinnstörenden Rechtschreibfehler.

Die häufigsten Rechtschreibfehler betreffen folgende Punkte:

  • Falsche, fehlende, überflüssige Buchstaben: schreibent [korrekt: schreibend] R
  • Umlaute: laut – läuten
  • Groß- und Kleinschreibung: Nomen, Eigennamen, Nominalisierungen, Satzanfang
  • Kennzeichnung von Kurzvokalen durch Verdopplung von Konsonanten bzw. durch -tz und -ck: Riff, Rolle, Ritt, Ritz, Rock …
  • Kennzeichnung von Langvokalen: aa, ee, oo, ie, ieh, ah, eh, oh, uh
  • s-ss-ß-Schreibung sowie das/dass: reisen – reißen; Maße – Masse; Ich weiß das. Ich weiß, dass du das weißt.
  • Getrennt- und Zusammenschreibung: Jedem war klar, was er zutun hatte. [korrekt: zu tun] R
  • Fremdwörter, Fachwortschatz

Rechtschreibfehler werden mit dem Korrekturzeichen R gekennzeichnet.

Die Zeichensetzung ist im Wesentlichen korrekt und Sinn stiftend.

Im Wesentlich umfasst das:

  • Satzendezeichen: Punkt, Rufzeichen, Fragezeichen, Doppelpunkt
  • Beistriche: Aufzählung von Wörtern und Wortgruppen, zwischen Hauptsätzen, zwischen Haupt- und Nebensätzen sowie zwischen Hauptsatz und Infinitiv- bzw. Partizipialgruppen
  • Doppelte und einfache Anführungszeichen
  • Gedankenstriche
    Unterscheidung zwischen Bindestrich (H-Milch), Ergänzungsstrich (Ober- und Unterhaus), Gedankenstrich (Die VWA – die erste Säule der Reifeprüfung – sollte rechtzeitig geplant werden.)

Satzzeichenfehler werden mit dem Korrekturzeichen Z gekennzeichnet.