Einreichung unterstützen

Die Arbeitsphase, die der Einreichung des Themas vorausgeht, ist grundlegend für den gesamten VWA-Prozess, da hier wesentliche inhaltliche und methodische Entscheidungen getroffen werden. Die Betreuungspersonen unterstützen die/den Schüler/in bei der Festlegung des Themas und der Fragestellung(en), aus der (denen) sich ein „roter Faden“ als Grundlage für den weiteren Arbeitsprozess ergibt.

Die Themenfindung und anschließende Formulierung der Fragestellungen gehören zu den entscheidendsten Arbeitsschritten überhaupt. Nur ein gut eingegrenztes Thema und eindeutige, beantwortbare Fragestellungen ermöglichen zielgerichtetes Arbeiten entlang klar umrissener Aufgabenstellungen. Die Aufmerksamkeit, die Schüler/innen dieser Arbeitsphase widmen, und die Unterstützung, die Betreuungspersonen bei der Ausformulierung der leitenden Fragestellung leisten, tragen in hohem Maße zum Gelingen der VWA bei.

1. Von Interessen ausgehen
Niemand beschäftigt sich gerne über längere Zeit mit Themen, an denen wenig Interesse besteht. Darum sollten Schüler/innen klären, womit sie sich aus eigener Motivation beschäftigen. Welche Themen in den Medien, in Freizeit und Schule sind für sie bedeutsam? Gibt es eventuell bereits schulische oder außerschulische Arbeiten, auf denen aufgebaut werden könnte?

In dieser Reflexionsphase können Methoden zur Themenfindung wie Brainstorming/Brainwriting oder Freewriting, Clustermethoden (Concept-Mapping, Mind-Mapping) eingesetzt werden.

2. Auf Ressourcen achten
Vor der endgültigen Festlegung des Themas sollten unbedingt Überlegungen zu zur Verfügung stehenden Ressourcen angestellt werden: Über welches inhaltliche und methodische Wissen und Können verfügt die Schülerin/der Schüler? Welche Bibliotheken können mit wenig Aufwand besucht werden? Gibt es Personen mit großer Expertise oder Institutionen, auf die sie/er Zugriff hat? Benötigt man zur Beantwortung der Fragestellung(en) den Kontakt zu speziellen Personen(gruppen), Organisationen etc.? Welcher Zeitbedarf entsteht aus den jeweiligen Anforderungen? Entstehen eventuell finanzielle Aufwendungen?

3. Thema eingrenzen
Meist sind in der Themenfindungsphase die von den Schülerinnen und Schülern genannten Themen viel zu groß und müssen klug eingegrenzt werden.

Prinzipien der Begrenzung und Konkretisierung sind unter anderen die folgenden:¹

  • Zeitliche Begrenzung (z. B.: Thema ist Österreich, Begrenzung: Zwischenkriegszeit)
  • Geographische Begrenzung (z. B.: Thema ist Wasserqualität in Flüssen, Begrenzung: ein definierter Abschnitt eines heimatlichen Flusses)
  • Beschränkung auf einzelne Einrichtungen oder Institutionen. (z. B.: Thema ist repräsentative Demokratie, Begrenzung: ein ausgewählter österreichischer Landtag)
  • Beschränkung auf Personengruppen (z. B.: Thema sind Mathematikerpersönlichkeiten, Einschränkung: Mathematikerinnen; weitere Begrenzungsmöglichkeit bei Personen/-gruppen sind etwa Alter, soziale und/oder regionale Zugehörigkeit etc. und Kombinationen dieser Begrenzungen)
  • Beschränkung auf eingegrenzte Quellen, bestimmtes Datenmaterial, klar definierte Bereiche (z. B.: Thema ist Naturschutz, Begrenzung: eine bestimmte Naturschutzbestimmung)

4. Eine oder mehrere mögliche Fragestellungen entwickeln
Die Begrenzung eines Themenfeldes unter den oben beschriebenen möglichen Gesichtspunkten steht in Verbindung mit der Frage, was den/die Schüler/in am ausgewählten Themenbereich interessiert. Was soll herausgefunden werden? Auf welche Frage soll eine Antwort gefunden werden? Möglicherweise wollen die Schüler/innen sich in dieser Phase noch nicht ganz festlegen, dann können zum definierten Themenbereich auch mehrere mögliche Fragestellungen formuliert werden.

Mögliche Fragestellungen, die bereits Eingrenzungen vornehmen, sind beispielsweise die folgenden: Welche hinderlichen und/oder förderlichen Bedingungen fanden Frauen an der Universität Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor?
Welche ökonomischen und politischen Faktoren führten im Jahr 1938 zur Gründung der Winzergenossenschaft Wachau?
Wie gut/schlecht ist die Wasserqualität in einem bestimmten Flussabschnitt im Vergleich zu einem anderen?

5. Passende Methode/n eruieren – Methodenkompetenz reflektieren
Neben inhaltlichen Überlegungen müssen auch Überlegungen zur methodischen Vorgangsweise angestellt werden. Gewisse Fragenstellungen erfordern den Einsatz bestimmter Arbeitstechniken und Methoden. Der/die Schüler/in muss entscheiden, ob er/sie die notwendige Methodenkompetenz hat. Viele Schüler/innen interessieren sich für bestimmte Methoden (etwa eine Umfrage durchführen und auswerten, eine Reihe von Interviews führen, auswerten und vergleichen), ohne über das dafür notwendige Wissen zu verfügen. Hier beratend und nachfragend einzugreifen ist eine der wesentlichen Aufgaben der Betreuungsperson.

Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von wissenschaftlichem Arbeiten unterscheiden:² Literaturanalytisches Arbeiten (Reproduktion von Wissen) und empirisches Arbeiten (Produktion von Wissen). Eine vorwissenschaftliche Arbeit kann eine rein literaturanalytische Arbeit sein. Eventuell kann ein empirischer Teil integriert werden. Fachliteratur stellt allerdings immer die Ausgangsbasis dar.

Die folgende Tabelle³ kann zur Klärung der methodischen Arbeit beitragen.

Diese Arbeitsschwerpunkte sollen in meiner Arbeit viel/wenig Raum (Balken) einnehmen:

Arbeitsschwerpunkt------>  wenig Raum  ------>  viel Raum  ------>
Suche in Bibliotheken, Archiven 
Zusammentragen von Wissen 
Informationsentnahme aus Büchern 
Suchen von Fakten in Büchern, Zeitschriften, Internet 
Einordnen von Informationen in andere Zusammenhänge 
Umformulieren bekannter Ergebnisse 
Vergleichen von Theorien, Darstellungen, Texten 
Interpretieren von Sachverhalten und Ergebnissen 
Strukturieren von vorhandenen Informationen 
Untersuchen von gegebenen Zusammenhängen 
Genaues Untersuchen von Texten 
Überprüfen von Behauptungen 
Lösen noch nicht geklärter Problemstellungen 
Erklären eines Phänomens durch eigene Untersuchungen 
Durchführen eigener Interviews 
Ermittlung neuer Daten durch eigene Erhebungen 
Interpretieren von Daten oder historischen Quellen 
Testen methodisch-experimenteller Verfahren 
Eigenständige Formulierung eigener Ergebnisse 


6. Formulierung des Erwartungshorizonts
Mit der Begrenzung des Themas und der Ausformulierung der Fragestellungen sowie der Festlegung der Methoden kann nun die Formulierung des Erwartungshorizonts erfolgen.

¹ Schmitz, Martina/Zöllner Nicole: Der rote Faden. 25 Schritte zur Maturaarbeit. Zürich: Orell Verlag, 2007, S. 38.
² Henz, Katharina: Vorwissenschaftliches Arbeiten. Ein Praxisbuch für die Schule. Wien: E. Dorner, 2010, S. 8f.
³ Sacher, Nicole: Methodenkurs Sek. II: Die Facharbeit planen – strukturieren – schreiben. Stuttgart: Klett, 2010, S. 12.

„Zunächst muss man sich klarmachen, dass jede wissenschaftliche Arbeit die Antwort auf eine offene Frage ist.“¹

Was hier für den Wissenschaftsbereich formuliert ist, gilt auch für die VWA: Die Fragestellung ist das Herzstück jeder (vor)wissenschaftlichen Arbeit. Sie bestimmt Aufbau und Inhalt der Arbeit. Erst mit der Fragestellung formulieren Sie, was das Ziel Ihrer VWA ist.

Solange Sie nicht genau wissen, was Sie eigentlich untersuchen und herausfinden möchten, wissen Sie nicht, welche Aspekte Ihres Themas relevant sind. Daraus folgt, dass Sie keine Orientierung bei der Literaturrecherche haben und Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden können.

Solange Sie nicht wissen, welcher Frage Sie nachgehen, können Sie auch keine (kluge) Entscheidung darüber treffen, wie Sie das Thema behandeln, mit welchen Arbeitstechniken und Methoden Sie arbeiten werden.

Sie können das Thema nicht strukturieren und die gewonnenen Daten aus Literaturrecherche und empirischen Methoden nicht gliedern und in einen sinnvollen Zusammenhang bringen.

Es kann schwierig sein, die Fragestellung zu formulieren. Folgende Aufstellung² kann hilfreich sein:

Die Fragestellung ist als „W-Frage“ (Was? Wie? Warum?...) formuliert und nennt klar und verständlich ein Erkenntnisinteresse.Die Fragestellung
  • sollte möglichst in einem Satz formuliert werden,
  • ist eine offene Frage (sie kann also nicht bloß mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden),
  • enthält keine Vorannahmen oder Wertungen,
  • sollte in passende Unterfragen unterteilt werden,
  • macht Lust aufs Arbeiten.
 
Die Fragestellung grenzt das Thema ein und trennt so Wichtiges von Unwichtigem.

Die Fragestellung

  • ist möglichst eingeschränkt und klar definiert,
  • macht sichtbar, welche Aspekte des Themas behandelt werden,
  • klärt, was nicht behandelt wird,
  • ist im vorgegebenen Zeitrahmen und mit vorhandenen Ressourcen beantwortbar.
 

Die Fragestellung gibt den roten Faden für Autorinn/Autoren und Leser/innen vor.
Die Arbeit soll konsequent auf die Beantwortung der Fragestellung ausgerichtet sein.

Die Fragestellung dient als Orientierung für Aufbau und Inhalt der Arbeit:
  • Sie wird in der Einleitung der Arbeit (dar)gestellt
  • und durch die Arbeit beantwortet.
 
Die Fragestellung weist die Richtung für alle folgenden Arbeitsschritte.Die Fragestellung dient bereits als Orientierungspunkt für die unmittelbar daraus folgenden Methoden.

 

Entwicklung einer Fragestellung³

Im Wesentlichen sind es sechs Phasen, anhand deren Sie ausgehend von der Sammlung eigener Ideen eine konkrete und bewältigbare Fragestellung für die VWA entwickeln können. Diese sechs Phasen differenzieren die drei großen Schritte zur Themenfindung aus (Abbildung 1):

Beispiel

Phase 1: Ideen sammeln
Nehmen Sie Post-its zur Hand und notieren Sie auf jedem einzelnen Zettelchen Begriffe, die Ihnen einfallen und die Sie interessieren.  Schreiben Sie so lange, bis Sie keine spontanen Ideen mehr haben.

Phase 2: Ideen clustern
Bilden Sie anschließend inhaltliche Cluster, indem Sie alle Post-its, die inhaltlich zusammenpassen, in Begriffswolken kleben.

Phase 3: Themen benennen
Geben Sie den Begriffswolken anschließend Titel, z. B.:

Sowohl die Zuordnung der Begriffe zu bestimmten Wolken als auch die Titel hängen von Ihrem subjektiven Verständnis der Begriffe ab.

Phase 4: Themen fokussieren
Wählen Sie eine Begriffswolke aus und notieren Sie nun Aspekte, die Ihnen dazu einfallen.
Z. B. die Begriffswolke Gemeinschaft

Social NetworksKommunikationAblenkungAusgehen
FreundschaftenIsolationDazugehörenSpielen

Phase 5: Fragen stellen
Sie wählen denjenigen Aspekt aus, der Ihnen am interessantesten erscheint, und formulieren  dazu Fragen, die Sie für relevant und spannend halten.

z. B.: Social Networks
Aus welchen Motiven nutzen Jugendliche Social Networks?
Was tun sie auf diesen Plattformen?
Wie viel Zeit verbringen sie damit?
Was bedeutet der Begriff „Freund/in“ in diesem Zusammenhang?

Überlegen Sie, welche Frage Ihnen für eine VWA geeignet erscheint. Die Frage nach den Motiven für die Nutzung erscheint beispielsweise ergiebig. Die anderen Fragen müssen möglicherweise nicht verworfen werden, sondern können Unterfragen darstellen, die in den einzelnen Kapiteln Beachtung finden können.

Phase 6: Forschungsfrage konkretisieren
Die Forschungsfrage für Ihre Arbeit könnte nun lauten:
Welche Funktion und Bedeutung haben Social Networks für Jugendliche?

 

Umsetzung

Phase 1: Ideen sammeln
Notieren Sie auf Post-Its Ihre Ideen. Lassen Sie Ihren eigenen Gedanken freien Lauf: 

Phase 2: Ideen clustern
Bilden Sie Begriffswolken!

Phase 3: Themen benennen
Geben Sie jeder Begriffswolke einen thematischen Titel!

Phase 4: Themen fokussieren
Wählen Sie diejenige Begriffswolke aus, die Sie am meisten interessiert, und bilden Sie dazu Assoziationen:

                                                                            
     

Phase 5: Fragen stellen
Wählen Sie einen Begriff aus und stellen Sie dazu möglichst viele Fragen:

                                                                                   
 
 
 

Phase 6: Forschungsfrage konkretisieren
Welche Frage eignet sich nun für die Bearbeitung in einer VWA?

                                                                                   

 

¹ Esselborn-Krumbiegel, Helga: Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 5. Auflage. Paderborn u. a.: Schöningh, 2017. S. 63.
² Vgl. die Ausführungen in Henz-Hölzl, Katharina: Vorwissenschaftliches Arbeiten. Aktualisierung. Wien: E. Dorner, 2016.
³ Diese Beschreibung folgt der Darstellung in Maresch, Günter/Schreilechner, Adelheid: klar_Matura. Vorwissenschaftliche Arbeit. Jugend & Volk, 2017, und wurde von der Autorin zur Verfügung gestellt.

Brainstorming¹ ist eine Methode zum Sammeln von Gedanken und Entwickeln von Ideen. Das vom US-Amerikaner Alex F. Osborn in der Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelte Verfahren war ursprünglich als Gruppenaktivität gedacht, kann aber in leicht abgewandelter Form durchaus auch Einzelpersonen nützlich sein.

Beim verwandten Brainwriting werden die Ideen, Überlegungen, Assoziationen schriftlich festgehalten.

Freewriting ist eine kreative Schreibmethode, bei der der Bewusstseinsstrom der/des Schreibenden ohne Selbstzensur zu Papier gebracht wird.
Schüler/innen können sich dieser Methoden bei der Themenfindung für (vor)wissenschaftliche Arbeiten sowie beim Erarbeiten von Inhalten etc. bedienen.

Brainstorming

Grundprinzipien des Brainstormings sind,

  • von einer Frage auszugehen,
  • alle Überlegungen, Ideen, Assoziationen, die produziert werden, ohne innere Zensur oder Bewertung zuzulassen,
  • diese zu notieren: Es wird alles aufgeschrieben, was einem in den Sinn kommt!
  • alles Notierte nach einer gewissen Zeit (zwei bis drei Tage) kritisch zu bewerten.

Brainwriting

Wie das Brainstorming ist Brainwriting zuallererst eine Gruppenmethode, die aber auch von Einzelpersonen eingesetzt werden kann.

Man schreibt dabei – in einem zuvor festgelegten Zeitrahmen (z. B. 10 Minuten) – alles auf, was einem spontan zur Problemstellung bzw. zum gewählten Thema einfällt. Auch bei dieser Variante ist es wichtig, sich zunächst keine weiteren Gedanken zu machen, wie „gut“ bzw. vernünftig die notierten Einfälle sind bzw. wie sie in ein Gesamtbild passen.

In der Auswertungsphase kann es hilfreich sein, die Bewertung der einzelnen Ideen nach folgenden Kriterien vorzunehmen:

  • Welche ist neu?
  • Welche ist originell?
  • Welche ist nützlich?
  • Welche lässt sich (leicht) realisieren?

Freewriting

Freewriting² ist eine kreative Methode, die in vielen Situationen eingesetzt werden kann, etwa

  • zur Ideensammlung,
  • zur Aktivierung von Vorwissen,
  • zur Klärung der eigenen Perspektive auf ein Thema,
  • zum Einstimmen in eine Schreibtätigkeit,
  • zur Überwindung von Schreibblockaden.

Setzt man Freewriting als Brainstormingmethode ein, geht man von einem Impuls – einem Kernwort, einem Satzanfang – aus, um Assoziationen, Ideen, Überlegungen zu sammeln.

Grundprinzipien des Freewritings sind:

  • einen Begriff/Satzanfang als Ausgangspunkt zu wählen,
  • eine Eieruhr/Stoppuhr einzustellen (5, 10, 15 … Minuten),
  • ohne Selbstzensur zu schreiben – alles ist erlaubt!
  • nicht abzusetzen – die schreibende Hand bleibt stets in Bewegung (fällt einem nichts ein, schreibt man das hin!),
  • nicht auf Rechtschreibung oder Zeichensetzung zu achten,
  • wenn die Zeit um ist, den Gedanken fertig zu schreiben – dann stopp!

¹ Vgl. Reich, Kersten (Hrsg.): „Methodenpool“, in http://methodenpool.uni-koeln.de/download/brainstorming.pdf [Zugriff: 20.05.2019].
² Elbow, Peter: Writing With Power: Techniques for Mastering the Writing Process. New York: Oxford UP, 1998. Goldberg, Natalie: Writing Down the Bones. Boston: Shambala Publications, 1986.

Mittels Mind-Maps¹ lassen sich Themengebiete durch Informationsreduktion leichter und schneller erfassen und veranschaulichen. Gedankengänge, Gelesenes und/oder Gehörtes werden visualisiert.

Ausgehend von einem zentralen Begriff werden entsprechende Haupt- und Unterkategorien (-gedanken) als Haupt- und Nebenäste gezeichnet. Dabei lässt man den Gedanken freien Lauf, bringt assoziativ immer mehr (Schlüssel-)Begriffe zu Papier bzw. erfasst und ordnet sie digital.

Die Einsatzmöglichkeiten von Mind-Maps im Rahmen der vorwissenschaftlichen Arbeit sind vielfältig: zur Planung und Organisation des gesamten VWA-Projektes bzw. von einzelnen Teilen, zur Ideensammlung bei der Themenfindung, zur Strukturierung und visuellen Vermittlung komplexer Sachverhalte, zur Vorbereitung der Präsentation etc.

Vorgangsweisen bei der Erstellung von Mind-Maps:

  • Notierung des zentralen Begriffes/Leitgedankens zentral in der Mitte eines Blattes in Querformat,
  • ausgehend von diesem zentralen Begriff sternförmige Anordnung von weiteren Gedanken/Unterpunkten/Begriffen,
  • Einsatz von Symbolen, Pfeilen, Ruf- und Fragezeichen, selbst definierten Zeichen,
  • Darstellung von Verbindungen zwischen verwandten Zweigen,
  • Beschriftung der Verbindungslinien zur Verdeutlichung von Zusammenhängen und Abhängigkeiten,
  • Verwendung von Farben, um Zusammenhänge herzustellen oder Bedeutungen darzustellen,
  • Arbeit ohne zensurierende Unterbrechungen – ein direktes Ordnen und Optimieren der Karte stört die Kreativität und behindert die Erstellung der Mind-Map.

Mind-Maps können auch am Computer gestaltet werden, entsprechende Software gibt es als Gratisdownload (z. B. „FreeMind“, „Knowledge-Map“, „XMind“, „MindManager“) bzw. in kostenpflichtigen Ausführungen (z. B. „Mindjet MindManager“, „Personal Brain“, „iMindMap“). Auch für iPads und iPhones gibt es entsprechende Applikationen, z. B. „SimpleMind+“, „iMindMap Mobile HD“. Ebenso gibt es für Android entsprechende Applikationen, z. B. „MindMeister“, „SimpleMind“, „Mindly“.

Concept-Maps

Concept-Maps dienen wie Mind-Maps der Strukturierung von Wissen und der Veranschaulichung insbesondere komplexer Sachverhalte. Zu ihrer Erstellung werden die zentralen Begriffe eines Themas zunächst erfasst, sodann schematisch aufgezeichnet, erweitert und schließlich netzartig verknüpft. Durch die intensive Auseinandersetzung mit (Schlüssel-)Begriffen lassen sich Inhalte leichter erschließen und neue Ideen entwickeln.

Im Rahmen der Erarbeitung einer VWA könnten Concept-Maps im Anschluss an ein Brainstorming zur Themensuche zum Einsatz kommen, bei der Eingrenzung des Themas und bei der Gliederung der Inhalte hilfreich sein, zur  Zusammenfassung der Arbeit und bei der Vorbereitung der Präsentation eingesetzt werden.

Concept-Maps können einfach und schnell per Hand gezeichnet oder mit Hilfe entsprechender Computerprogramme, z. B. „Cmap-Tools“, „Inspiration Maps Lite“ (iPad), kostenlos für nicht kommerzielle Anwendungen erstellt werden.

Mögliche Vorgangsweisen beim Erstellen einer Concept-Map:³

  • Auflistung der wichtigen Stichwörter, ggf. Nummerierung, um Prioritäten zu verdeutlichen,
  • Notierung  der wichtigsten dieser Stichwörter (nur eins oder wenige) zentral auf ein DIN-A4- oder DIN-A3-Blatt im Querformat,
  • Notierung weiterer passender Stichwörter in direkter Nachbarschaft und Verdeutlichung von Abhängigkeiten und Beziehungen mittels Verbindungslinien,
  • Gruppierung von Zusammengehörendem, farbiges Umrahmen,
  • Verwendung von Symbolen und auch Bildern zur Visualisierung von Begriffen und Beziehungen,
  • Verwendung von Pfeilen zur Darstellung einer Denkrichtung, zur Verdeutlichung von Ursache und Wirkung oder zur Richtungsangabe vom Allgemeinen zum Speziellen etc.,
  • Kommentierung der Verbindungen und Pfeile mittels kurzer, präziser Beschreibungen zur Dokumentierung, in welcher Beziehung die Begriffe zueinander stehen,
  • Arbeit ohne zensurierende Unterbrechungen – ein direktes Ordnen und Optimieren der Karte stört die Kreativität und behindert die Erstellung der Concept-Map.

¹ Karall, P., Weikert, A.: Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/schreiben/schreiben-19.html. [Zugriff: 30.5.2019]; Kannicht, Ludwig: „Concept Mapping. Multidisziplinäre Hintergründe zur Visualisierung von Wissen und Concept Mapping konkret mit CmapTools.“, in: http://luline.net/extra/wp-content/uploads//2009/12/Concept-Mapping-Kannicht-2008.pdf [Zugriff: 20.5.2019].
² Fürstenau, Bärbel: Concept Maps im Lehr-Lern-Kontext. 2011.
³ Schreibzentrum und Interdisziplinäres Kolleg Hochschuldidaktik der Goethe-Universität Frankfurt a. M.: http://www.starkerstart.uni-frankfurt.de/59989416/A09_Concept_Map.pdf [Zugriff 21.05.2019].

Abbildung 1: Stangl, Werner: Schreibtechniken – die Praxis. [werner stangl]s arbeitsblätter. 2019. https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PRAESENTATION/schreibtechniken.shtml. [Zugriff 21.05.2019].
Abbildung 2: Landesinstitut für Schule Bremen: Concept Mapping. 2017. https://www.lis.bremen.de/detail.php?gsid=bremen56.c.90390.de [Zugriff 21.05.2019].

Die Arbeit am Erwartungshorizont sollte nicht als Erfüllung eines Formalakts gehandhabt werden, sondern vielmehr einer ersten fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema, leitenden Fragestellungen und möglichen methodischen Herangehensweisen dienen, sodass die Grundlage für die nächsten Schritte geschaffen ist.

Die hier angeführten Aspekte sollen einerseits die Vorgaben verdeutlichen und andererseits aufzeigen, wie die Schüler/innen bereits in dieser frühen Phase an die grundlegenden Prinzipien herangeführt werden können: Wahl eines realisierbaren Themas – Arbeiten anhand leitender Fragestellung(en) – kluge, umsetzbare und passende Wahl der Methoden – Klarheit über Wege der Umsetzung.

Erwartungshorizont - Genehmigungsdatenbank
Beispiele für einen ErwartungshorizontAnmerkungen zu den einzelnen Bausteinen, die in die VWA-Genehmigungsdatenbank eingegeben werden

Themenstellung der VWA (etwa 250 Zeichen)
Förderung hochbegabter PrimarschülerInnen in Wien und Ottawa – ein Vergleich

 
  • Das einzureichende Thema darf nicht aus einem einzelnen Wort bestehen. Die Zeichenanzahl soll 250 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht wesentlich überschreiten.
  • Die Themenstellung soll so allgemein formuliert sein, dass alle inhaltlichen Details, die im Erwartungshorizont erwähnt werden, darunter subsumiert werden können.
  • Die Themenstellung soll gleichzeitig so konkret sein, dass klar ist, um welche Teilbereiche eines Themenfeldes es geht. Die Nennung regionaler (in Wien, im oberen Waldviertel), zeitlicher (zwischen 1945 und 1955) oder hinsichtlich bestimmter Personen(gruppen) (junge Menschen zwischen 20 und 25; die Schüler/innen der ersten Klassen unserer Schule) oder Entitäten (z. B. Namen einer NGO, über die gearbeitet werden soll) vorgenommener Einschränkungen etc. hilft dabei.
  • Das formulierte Thema soll nichts enthalten, was im Erwartungshorizont nicht erklärt wird.
  • Es ist nach Fertigstellung der Arbeit möglich, das Thema (= den Titel) durch einen Untertitel zu ergänzen.
  • Das eingereichte Thema kann nicht mehr verändert werden. Wie in der Einreichung formuliert, steht es auf dem Maturazeugnis.
  • Wenn die Arbeit in einer Fremdsprache verfasst wird, ist das Thema auf Deutsch und in der Fremdsprache anzugeben. Die Felder im Erwartungshorizont sind auf Deutsch auszufüllen.
 

Thema eingereicht durch:
Maria Musterfrau

 

Schule:
BRG 24, Rudolfsweg

 

Reifeprüfung:
2019

 

Betreuer/in:
Max Mustermann

 

Inhaltliche Zuordnung der VWA:
Sozialwissenschaftlicher Bereich und Wirtschaftswissenschaften

 
  • Mögliche Auswahl:
    • Geisteswissenschaftlicher Bereich
    • Sozialwissenschaftlicher Bereich und Wirtschaftswissenschaften
    • Kreativer Bereich
    • Naturwissenschaftlicher Bereich, Mathematik, Informatik
    • Sonstige
  • Manchmal ist es nicht ganz eindeutig, welchem der zur Auswahl stehenden Bereiche eine VWA zugeordnet werden kann. In manchen Fällen treffen zwei Optionen zu. Es sollte jener Bereich ausgewählt werden, zu dem das Thema inhaltlich besser oder am besten passt. Das ist dann immer als Kompromiss zu verstehen, da die VWA-Datenbank hier leider keine Mehrfachnennungen zulässt.
  • Die Methode allein (z. B. Interview mit einem Arzt bei einer VWA über die Alzheimer-Krankheit) macht beispielsweise ein naturwissenschaftliches VWA-Projekt nicht zu einem sozialwissenschaftlichen. Zur Verdeutlichung: Wenn es um die Darstellung einer Krankheit mit ihren körperlichen Ursachen, Symptomen etc. geht und ein Interview gemacht wird, so ist das Thema trotzdem den Naturwissenschaften zuzuordnen.
  • Betreuende und Schüler/innen sind in diesem Zusammenhang angehalten, gemeinsam zu prüfen, welche Art von Informationen und Wissen für die VWA überwiegend zusammengetragen bzw. verschriftlicht werden wird. Danach ist über die inhaltliche Zuordnung zu entscheiden.
 

Sprache:
Deutsch

 

Persönlicher Impuls und erste Basisliteratur:
(1.500 Zeichen)

Da ich mich einerseits für Hochbegabung interessiere und andererseits ein Jahr in Ottawa gelebt und dort die Schule besucht habe, werde ich mich im Zuge der VWA mit einer Kombination dieser Themen beschäftigen: Wie erfolgt die Förderung von hochbegabten Volksschulkindern in Wien und Ottawa? Die Altersgruppe PrimarschülerInnen habe ich gewählt, da es in Wien eine Reihe von Standorten für diese Altersgruppe gibt, während für meine Altersgruppe nur die Sir‐Karl‐Popper-Schule Fördermaßnahmen anbietet, was eine Untersuchung unergiebig macht.

Erste Basisliteratur:
Huser, Joëlle: Lichtblick für helle Köpfe. Ein Wegweiser zur Erkennung und Förderung von hohen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen auf allen Schulstufen. Zürich: Lehrmittelverlag Zürich, 2007.
Colangelo, Nicholas, Davis, Gary A.: Handbook of Gifted Education. Pearson, 2002.
Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (Hg.). FAQs zur Begabungs‐ und Begabtenförderung. Salzburg: ÖZBF, 2010.

 
  • Die Beschreibung des „persönlichen Impulses“ ist ein sehr aufschlussreicher Teil des Erwartungshorizonts, da sich daraus weitere Hinweise ergeben, was der Schülerin/dem Schüler wichtig ist.
  • Formales: Bei der Angabe der Literatur ist die korrekte Zitation wichtig. Speziell bei der Anführung von Internet-Adressen ist auf korrektes Zitieren zu achten! Bereits zu diesem Zeitpunkt sollten Schüler/innen auf die an der Schule vergebenen Zitierregeln hingewiesen werden.
 

Geeignete Leitfragen:

  • Welche Definitionen von Hochbegabung gibt es in der wissenschaftlichen Literatur und welche Kriterien werden herangezogen?
  • Welche Förderkonzepte werden in der Literatur beschrieben und wie unterscheiden sich diese?
  • Welche Angebote zur Förderung von hochbegabten VolksschülerInnen gibt es im Bereich des Stadtschulrats Wien und im Bereich des Ottawa‐Carleton District School Board (OCDSB, Schulbezirk von Ottawa + Umgebung)?
  • Welche Gemeinsamkeiten/Unterschiede sind hinsichtlich der eingesetzten Modelle und hinsichtlich des Ausmaßes festzustellen?
 
 
  • Leitfragen sind als Fragen zu formulieren, nicht als Hypothesen und auch nicht „verpackt“ in Sätze.
  • Keine Sorge vor zu wenigen Fragestellungen, falls der Platz nicht reicht: Unterfragen können jederzeit bei der Erstellung der VWA hinzugefügt werden, wenn Antworten darauf gegeben werden können.
  • Die Leitfragen sind mit Bedacht zu wählen, da sie das Arbeiten entlang eines „roten Faden“ ermöglichen.
  • Die Leitfragen sollen mit dem gewählten Thema zusammenpassen, dieses also inhaltlich weder erweitern noch wichtige Aspekte komplett aussparen.
  • In den Leitfragen muss sich das oben angegebene Thema widerspiegeln (Hinweise auf regionale Zuordnung, die für das Thema relevante Personengruppe und den zeitlichen Rahmen sind in die Fragen zu integrieren, da sie diese konkret machen).
 

Abgestrebte Methoden:
Angestrebte Methoden sind Literaturauswertung, evtl. ExpertInneninterviews, qualitative und quantitative Datenerhebung und -auswertung.

 
  • Methoden = Arbeitsweisen (Recherchieren, Exzerpieren, Zusammenfassen, Analysieren, Vergleichen und Gegenüberstellen, Interpretieren, Interviewen, Entwerfen von Fragebögen, Filmanalysen, etc.).
  • Die geplanten Arbeitsschritte im Rahmen des VWA-Projekts sind in einigen Sätzen (mit bis zu 500 Zeichen inkl. Leerzeichen) zu beschreiben.
  • Betreuende und Schüler/innen sind angehalten, gemeinsam zu überlegen, welche Arbeitsschritte notwendig sein werden, um das VWA-Projekt sinnvoll umzusetzen. So wird bei der Lektüre des Erwartungshorizonts klar, ob das Projekt von Schüler/innen realistisch eingeschätzt wird oder nicht.
  • Der „Methodenteil“ des Erwartungshorizonts soll zeigen, wie das Thema und die Fragestellungen bearbeitet werden sollen. Diese müssen zusammenpassen und dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen oder erweitern.
  • Bei der Angabe der Methoden sollte vermieden werden, mehr zu versprechen, als jemals in der vorgegebenen Zeit (vorletzte und letzte Schulstufe) umgesetzt werden kann. Deshalb sind „übergroß“ konzipierte VWA-Projekte zu vermeiden! Denn: Auch mit einer gut überlegten Literaturrecherche und einer sauberen Textanalyse kann eine VWA sinnstiftend geschrieben werden.
  • Eine Erweiterung der VWA ist aus inhaltlichen Gründen immer möglich, eine Einschränkung im Nachhinein nur schwer.
  • Wichtig: Ab der Einreichung des Erwartungshorizonts sollte zwischen Schüler/in und Betreuer/in Konsens darüber bestehen, wie das Projekt praktisch umgesetzt werden soll – die „Neugestaltung“ oder das „Zurechtrücken“ des Projekts nach der Genehmigung durch die Schulinstanz ist nicht vorgesehen und vergeudet die Zeit aller Beteiligten.
 

Ungefähre Gliederung

  1. Einleitung
  2. Zusammenfassung der gebräuchlichsten wissenschaftlichen Definitionen von Hochbegabung
  3. Beschreibung der Förderkonzepte Akzeleration, Enrichment und Separation
  4. Quantitativer und qualitativer Vergleich zwischen den Förderangeboten für hochbegabte PrimarschülerInnen im Bereich des SSR Wien und des Ottawa‐Carleton District School Board
  5. Abschließende Bemerkungen
 
 
  • Die Gliederung soll zeigen, wie sich die Kandidatin/der Kandidat zur Zeit der Einreichung die Struktur der VWA vorstellt. Daraus wird ersichtlich, ob die Schüler/innen ihre Projekte abschätzen können und realistisch planen.
  • Die Gliederung erweitert auf keinen Fall das formulierte Thema, sondern fasst die Informationen des Erwartungshorizonts schriftlich zusammen.
  • Die Gliederung muss zur Themenstellung passen, die Beantwortung der Leitfragen soll mittels der angeführten Teilkapitel der VWA vorstellbar sein.
  • Diese Gliederung wird/kann sich selbstverständlich ändern. Sie ist zum Zeitpunkt der Einreichung des Erwartungshorizonts eine Momentaufnahme.
 

Partnerinstitutionen
Name: Begabungsförderungszentrum im Stadtschulrat für Wien
Adresse: Wipplingerstraße 28, 1010 Wien

 
  • Partnerinstitutionen werden nur dann genannt, wenn die VWA unmittelbar mit diesen in Verbindung steht und sie auch Ressourcen einsetzen, etwa in Form persönlicher Beratung, zur Verfügung gestellter Materialien oder anderer Unterstützungsmaßnahmen. Bibliotheken, in denen recherchiert wird, sind offiziell nicht als Partnerinstitutionen zu nennen.
  • Gerne können hier aber Institutionen genannt werden, mit denen für den Zeitraum der Erstellung der VWA eine lose Zusammenarbeit besteht.
 


Hilfreiche Hinweise:
Bitte beachten: Vor der Übermittlung des Erwartungshorizonts über die VWA-Genehmigungsdatenbank sollten Schüler/innen und Betreuungspersonen nachfolgende Fragen besprechen und klären:

  • Sind alle Felder den Vorgaben entsprechend ausgefüllt?

  • Ist die Themenstellung konkret genug formuliert? Zu vermeiden sind unklare, zu allgemeine Formulierungen, eine zu weit gefasste Themenstellung.

  • Stimmen Themenstellung und Leifragen überein?

  • Sind die Leitfragen auch tatsächlich als Fragen formuliert?

  • Sind die Angaben zu den angestrebten Methoden im Zusammenhang mit der Themenstellung realistisch umsetzbar?

  • Sind die Angaben zur ungefähren Gliederung  der Arbeit eventuell zu allgemein formuliert? (Einleitung, Hauptteil, Schluss)? Oder sind diese eventuell zu weit angelegt, sodass sie vermuten lassen, dass die Themenstellung ein zu umfangreiches inhaltliches Gebiet abdeckt und damit den Umfang einer VWA sprengen würde?

  • Sind die Themenstellung und Angaben im  Erwartungshorizont sprachlich und grammatikalisch korrekt bzw. verständlich formuliert?

  • Weisen  die Themenstellung und Angaben im  Erwartungshorizont eventuell noch unzumutbar viele Rechtschreib-, Zeichensetzungs-, Tipp- oder Schlampigkeitsfehler auf?

Die Einreichung des Themas hat folgende Punkte zu enthalten:

  • Betreuungsperson
     
  • Titel
    Der Titel darf nicht aus einem Wort bestehen und darf 250 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Wird die Arbeit in einer Fremdsprache verfasst, wird der Titel sowohl in der Fremdsprache als auch auf Deutsch angegeben.
    Nach der Genehmigung des Themas durch die zuständige Schulbehörde ist der Titel nicht mehr veränderbar. Die genehmigte Formulierung wird in das Reifeprüfungszeugnis übernommen.
    Die fertiggestellte Arbeit kann auf dem Deckblatt mit einem Untertitel versehen werden.
     
  • Inhaltliche Zuordnung
    • Geisteswissenschaftlicher Bereich
    • Sozialwissenschaftlicher Bereich und Wirtschaftswissenschaften
    • Kreativer Bereich
    • Naturwissenschaftlicher Bereich, Mathematik, Informatik
    • Sonstige
       
  • Sprache der Arbeit
    Deutsch bzw. gewählte Fremdsprache

Erwartungshorizont
Die Felder des Erwartungshorizonts sind auf jeden Fall auf Deutsch auszufüllen.

Hier sind vier getrennte Textfelder auszufüllen:

  • Persönlicher Impuls und erste Basisliteratur
    Führen Sie in zwei bis drei Sätzen Ihre Gründe für die Wahl Ihres Themas an.
    Nennen Sie drei bis fünf Bücher, Internetseiten, Filme oder andere Medien, die Sie bereits zur Einarbeitung in Ihr Thema benutzt haben. Geben Sie dabei jeweils den/die Autor/in, Titel und Erscheinungsjahr an, bei Online-Ressourcen zusätzlich die Internetadresse mit dem Datum des Letztzugriffs.
  • Geeignete Leitfragen
    Legen Sie dar, was Sie herausfinden möchten! Welchen Fragen werden Sie nachgehen? Welche Aspekte Ihres Themas sind für Sie von besonderem Interesse?
    Die hier formulierten Leitfragen sind als vorläufig gedacht. Adaptierungen und Konkretisierungen sind im Verlauf der eingehenden Auseinandersetzung mit dem Thema möglich.
  • Angestrebte Methode(n)
    Mittels welcher Methoden wollen Sie Ihren Leitfragen nachgehen? Werden Sie ausschließlich mit (wissenschaftlicher) Literatur arbeiten, oder denken Sie an den Einsatz empirischer Methoden (naturwissenschaftliche Versuchsanordnungen, Fragebogenerhebung, Interviews, Programmiertätigkeit etc.)? Wollen Sie grafische  oder praktische Arbeiten einbeziehen?
  • Ungefähre Gliederung
    Listen Sie die inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer Arbeit stichwortartig in der voraussichtlichen Reihenfolge auf!
  • Partnerinstitution (optional)
    Verschiedenste Institutionen können bei der Arbeit an der VWA beraten und unterstützen. Ist geplant, auf eine Institution zurückzugreifen, sollte angeführt werden, um wen es sich handelt (Name, Adresse).