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Methode: Quantitative Befragung

Einordnung der Methode in die empirische Forschung

Die quantitative Befragung ist eine Form der empirischen Forschung. Darunter wird die systematische (d.h. strukturierte und nachvollziehbare) Erhebung, Auswertung und Interpretation von Daten unter Anwendung von wissenschaftlichen Methoden verstanden. Diese Vorgehensweise ermöglicht Aussagen über die Wirklichkeit, in der wir leben (Hug und Poscheschnik 2015).

Jegliche Form der empirischen Forschung ist in einem Forschungsprozess eingebettet. Ausgehend von einem gewählten Forschungsgebiet erfolgt die Suche nach relevanter Literatur. Die genauere Auseinandersetzung mit der Literatur schafft die Basis für die Entscheidung für ein umgrenzteres Forschungsthema und die Identifikation einer bzw. einiger Forschungsfragen. Die weiteren Schritte des Forschungsprozesses (Bortz und Döring, 2002), die im Rahmen einer VWA zu setzen sind, umfassen:

  • Entwickeln eines Plans für die Untersuchung: Die Wahl der Forschungsmethode sollte sich immer nach dem Ziel der Forschung, dem Forschungsgegenstand sowie der Forschungsfrage richten. Wichtig für die VWA: Die Wahl der Arbeitsweise sollte sich immer nach der zu untersuchenden Themenstellung sowie der Fragestellung richten.
  • Sammeln von Daten, Ziehen einer Stichprobe (Auswahl an Personen oder Objekten, die stellvertretend für eine zu untersuchende Gesamtheit Auskunft gibt)
  • Auswerten der Daten
  • Berichten der Ergebnisse

Diese werden in weiterer Folge genauer beschrieben.

Entwickeln eines Plans für die Untersuchung

Das Ziel der quantitativen Datenerhebung ist es, einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit zu quantifizieren. Unter die quantitativen Methoden der Datenerhebung fallen Befragen, Beobachten sowie die Durchführung von physiologischen Messungen, wie beispielsweise Elektrokardiogramm(Bortz und Döring, 2002). Die weiteren Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf Befragungen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens.

Die quantitative Befragung ist nach Schätzungen die in den empirischen Sozialwissenschaften am häufigsten eingesetzte Methode. Im Rahmen dieser Befragung werden Teilnehmende gebeten, einen von Forscher*innen entwickelten Fragebogen auszufüllen, bei dem die Antwortkategorien auf die Fragen bereits vorgegeben sind.

Bei der Planung einer Untersuchung sind folgende Punkte festzulegen:

  • Entscheidung über das Design der Befragung: Soll es eine Querschnittbefragung (Teilnehmer*innen werden nur einmal befragt) oder eine Längsschnittbefragung (Teilnehmer*innen werden mehrmals befragt) sein?
  • Erhebungsmethode: Soll die Erhebung über einen Papier-Bleistift-Fragebogen, Face-to-Face, über Telefon oder über einen Online-Fragebogen erfolgen?
  • Operationalisierung der relevanten Begriffe: Alle in der Befragung relevanten Begriffe müssen definiert und operationalisiert werden. Das bedeutet, dass ausgehend von der Literatur ausführliche Definitionen für die zu erhebenden Untersuchungsgegenstände vorliegen sollten (z.B.: Definition für körperliche Aktivität) und eine klare Vorstellung bestehen sollte, wie diese in Form eines Fragebogens erfasst werden können.

Entwickeln des Fragebogens

Im Folgenden wird die Entwicklung eines Fragebogens im Überblick beschrieben. Weitere Hinweise dazu finden Sie in der am Ende des Dokuments angegebenen Literatur.

Schritt 1: Festlegen der Inhalte des Fragebogens:

In einem ersten Brainstorming (eventuell auch mit mehreren Personen) sollen die relevanten Themen stichwortartig festgehalten werden. Diese Liste soll auch durch Inhalte aus der Literatur ergänzt werden und insbesondere die gängigen Definitionen der Untersuchungsgegenstände berücksichtigen. Im Laufe der Entwicklung des Fragebogens soll immer wieder anhand der Liste überprüft werden, ob bereits zu allen aufgelisteten Themen Fragen identifiziert werden konnten oder formuliert wurden.

Schritt 2: Recherche von bereits entwickelten Fragebögen

In einem weiteren Schritt empfiehlt es sich, im Internet nach bereits publizierten Fragebögen zum ausgewählten Thema zu recherchieren. In vielen Fällen gibt es bereits entwickelte Fragebögen zum gewählten Thema und eventuell müssen lediglich einige Zusatzfragen von den Schüler*innen entwickelt werden:

Schritt 3: Entwickeln von Items

Falls keine relevanten bereits publizierten Instrumente identifiziert werden können, ist das Entwickeln eines eigenen Fragebogens erforderlich. Die Erstellung eines eigenen Fragebogens ist sehr aufwändig, erfordert Genauigkeit und Liebe zum Detail. Bei der Entwicklung einzelner Items (einzelne Fragen im Fragebogen) sind unter anderem folgende Hinweise zu berücksichtigen (Kallus, 2016):

  • Enthält jedes Item nur eine Aussage? Wenn Items mehrere Aspekte beinhalten (z.B.: Ich gehe gerne in die Schule und freue mich auf meine Mitschüler*innen), können sie nicht eindeutig beantwortet werden.
  • Ist das Sprachniveau für die Zielgruppe der Befragung passend? Die Items sollten leicht verständlich und einfach formuliert sein.
  • Sind die Antwortkategorien passend für die Aussage? Zu dem Satz „Meistens gehe ich gerne schwimmen“ sind die Antwortkategorien von 1 „nie“ bis 5 „häufig“ nicht stimmend.
  • Sind die Aussagen neutral formuliert? Suggestivfragen und besonders wertende Fragen sollten vermieden werden.
  • Doppelte Verneinungen stiften Verwirrung und sollten in Aussagen vermieden werden (z. B.: „Es ist nicht gut, wenn ich kein Obst und Gemüse esse“).

Die Mehrheit der Fragen in einem Fragebogen verwenden ein geschlossenes Fragenformat, das bedeutet, dass sowohl die Fragen bzw. Aussagen als auch die Antwortkategorien vorgegeben werden. Es kann zwischen folgenden Fragetypen unterschieden werden (DATAtab, 2021):

 

Fragen mit Mehrfachantworten:

Aus welchem Grund bzw. aus welchen Gründen verreisen Sie im Urlaub?

  • zur Erholung
  • um Neues kennenzulernen
  • um Sprachkenntnisse zu vertiefen
  • zur sportlichen Betätigung
  • um das Leben zu genießen
 

Ranking-Frage

Welche der folgenden Probleme stellen für Sie die wichtigsten dar? Bitte reihen Sie diese von „1“ „am wichtigsten“ zu „6“ „am unwichtigsten“.

  • Wirtschaftskrise
  • Lebensmittelverschwendung
  • Krieg
  • Umweltzerstörung
  • Depression
  • Armut
 

Fragen mit
Einfachantworten

An wie vielen Tagen in der letzten Woche haben Sie sich so intensiv bewegt, dass Sie ins Schwitzen gekommen sind?

  • nie
  • einmal
  • zweimal
  • dreimal
  • viermal
  • fünfmal
  • sechsmal
  • siebenmal
 

 

Fragen mit Einfachantworten eignen sich, um den Grad der Zustimmung oder Ablehnung zu messen („1“ „stimme völlig zu“, „2“ „stimme eher zu“, „3“ „stimme teilweise zu“, „4“ „stimme eher nicht zu“, „5“ „stimme überhaupt nicht zu“). Alternativ können auch andere Antwortkategorien verwendet werden:

  • stimme zu, stimme eher zu, lehne eher ab, lehne gänzlich ab
  • trifft zu, trifft eher zu, trifft eher nicht zu, trifft nicht zu
  • wichtig, eher wichtig, eher unwichtig, unwichtig

Bei einem offenen Antwortformat können die Teilnehmer*innen ihre Antworten frei ergänzen. Dies bedeutet, dass die Antworten von den Forscher*innen (Schüler*innen im Rahmen der vorwissenschaftlichen Arbeit) im Anschluss kategorisiert werden müssen. Das bedeutet, dass in einem ersten Schritt alle Antworten der Teilnehmer*innen durchgelesen werden, dann werden ähnliche Aussagen bzw. Nennungen zu Gruppen zusammengefasst und mit einer Überkategorie bezeichnet. Am besten werden diese Einträge in einem Excel-Dokument bearbeitet, um später auch die Aussagen quantifizieren zu können.

Wichtig ist weiters zu überlegen, welche soziodemographischen Kategorien erhoben werden sollen. Üblich sind Alter, Geschlecht, höchste abgeschlossene Ausbildung. Ein Blick in den Fragenkatalog der Statistik Austria (Link siehe „Publizierte Fragebögen als Anregung“) lohnt sich, um geeignete Formulierungen für Fragen und Antwortkategorien zu identifizieren. Es sollten jeweils nur die soziodemographischen Variablen abgefragt werden, die für die Beschreibung der Stichprobe oder für Gruppenauswertungen relevant sind.

Schritt 4: Testen und Überarbeiten des Fragebogens

Auch im Rahmen einer VWA empfiehlt es sich, Rückmeldungen zum Fragebogen von Personen einzuholen, die im Idealfall mit der Fragebogenentwicklung vertraut sind und kritisch die Fragen und Antwortkategorien durcharbeiten. Besonders hilfreich ist es auch, einige Personen der Zielgruppe vorab zu bitten, den Fragebogen auszufüllen und dabei „laut zu denken“, welche Gedanken ihnen bei der Beantwortung des Fragebogens durch den Kopf gehen. Auf diese Art und Weise kann man erkennen, ob einzelne Items wie beabsichtigt verstanden werden (Schnell, 2016). Diese Rückmeldungen sollten anschließend bei der Überarbeitung des Fragebogens berücksichtigt werden.

Üblicherweise wird der Fragebogen in einem weiteren Schritt an einer ersten kleinen Stichprobe unter Realbedingungen getestet. Die erhobenen Daten sollen dazu dienen, eine erste Itemanalyse durchzuführen, um schwierig zu beantwortende Items zu identifizieren. Auf diesen Schritt kann im Rahmen einer VWA verzichtet werden. Im Rahmen der Diskussion der Methoden sollte darauf hingewiesen werden, dass Reliabilität und Validität des Fragebogens nicht bestimmt wurden.

Schritt 5: Verfassen eines Informationsschreibens zur Anleitung für das Ausfüllen des Fragebogens

Eine Einleitung zum Fragebogen ist auch im Rahmen einer VWA erforderlich und sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Thema und Ziel der Befragung
  • Kontaktdaten der Forscher*innen bzw. Schüler*innen
  • Verwendungszweck der Ergebnisse
  • Veröffentlichung der Ergebnisse (wenn geplant)
  • Gewährleistung der Anonymität der Daten (inkl. Hinweis, dass die Daten aggregiert ausgewertet werden, d. h.: die Daten sind nicht mehr auf die einzelne Person zurückführbar) sowie Einhalten der Regelungen des Datenschutzes
  • Vorgehensweise bei der Befragung (Rücksendedatum und Hinweise zur Rücksendung, falls es sich um einen Papier-Bleistift-Fragebogen handelt, wie sollen Fragen beantwortet werden [ankreuzen, anklicken], Reduktion der sozialen Erwünschtheit [„es gibt keine richtigen oder falschen Antworten“], Dauer der Teilnahme an der Befragung)

Sammeln von Daten, Ziehen einer Stichprobe

Das Ziel einer Befragung ist es, Aussagen über eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu treffen. Diese Bevölkerungsgruppe stellt die Grundgesamtheit oder auch Population dar. Beispielsweise wird in Österreich und einigen anderen Ländern die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von österreichischen Schüler*innen der 5., 7., 9. und 11. Schulstufe untersucht. Würden nun alle Schüler*innen der 5. und 7. Schulstufe an der Befragung teilnehmen, würde es sich um eine Vollerhebung handeln. Da dies oft nicht erforderlich ist und mit einem großen Aufwand verbunden ist, werden häufig Stichproben gezogen. Eine Auswahl aus der Grundgesamtheit bildet eine Stichprobe.

Von einer repräsentativen Stichprobe wird dann gesprochen, wenn die gezogene Stichprobe ein Abbild der Grundgesamtheit darstellt. Dies ermöglicht innerhalb bestimmter Schwankungsbreiten die Ergebnisse über Merkmale und Zusammenhänge in der Stichprobe auf die Grundgesamtheit in der Bevölkerung zu schließen. Um zu einer repräsentativen Stichprobe zu gelangen, ist es notwendig, eine Zufallsstichprobe zu ziehen. Dies bedeutet, dass alle Personen der Grundgesamtheit die gleiche Chance haben müssen, in die Stichprobe aufgenommen zu werden. Wenn eine willkürliche Auswahl der Teilnehmer*innen für die Stichprobe erfolgt, wird von einer Anfallsstichprobe gesprochen.

Die Stichprobengröße ist oft abhängig von den verfügbaren Ressourcen. Mit zunehmender Größe der Stichprobe werden die Befragungsergebnisse genauer.

Aufgrund der verfügbaren zeitlichen Ressourcen wird im Rahmen einer VWA oft nur eine Anfallsstichprobe rekrutiert werden. Wenn beispielsweise nur eine 7. Klasse einer AHS aus dem Umkreis der Schülerin bzw. des Schülers, die bzw. der die VWA schreibt, befragt wird, handelt es sich um eine Anfallsstichprobe. Es ist in der Diskussion notwendig, darauf hinzuweisen, dass die Ergebnisse daher nur für die Stichprobe, die befragt wurde (Schüler*innen einer Klasse der 7. Schulstufe einer AHS), jedoch nicht für die allgemeine Bevölkerung (alle Schüler*innen der 7. Schulstufe von allen AHS in Österreich) gelten.

Kontrolle des Rücklaufs

Es empfiehlt sich aus zweierlei Gründen zu dokumentieren, wie viele Fragebögen an welche Teilnehmer*innen versendet wurden. Erstens können so nach ca. zwei Wochen Erinnerungen versandt oder nachtelefoniert werden, um die Teilnahmeraten zu steigern. Zweitens ist die Zahl der eingeladenen Personen auch notwendig zu wissen, um die Teilnahmerate (Anzahl der Teilnehmenden an der Untersuchung/Anzahl der Personen in der Zielgruppe *100) zu berechnen.

Eingabe der Daten

Falls eine Papier-Bleistift-Befragung durchgeführt wurde, müssen die Daten in ein Datenverarbeitungsprogramm (z.B.: Excel) eingegeben werden. Dieser Schritt entfällt, falls die Daten online erhoben werden.

Auf einem nicht ausgefüllten Fragebogen sollen zuerst Kürzel für die einzelnen Fragen (beispielsweise Frage_1) eingetragen werden, so dass jeder Frage im Fragebogen ein Kürzel zugeordnet wird. In einem Tabellenblatt werden anschließend in den Spalten die Kürzel eingetragen. Pro Teilnehmer*in an der Befragung wird eine eigene Zeile angelegt. Die Fragebögen sollten mit einer laufenden Nummer versehen werden, die in der ersten Spalte der Tabelle eingetragen werden, um so nachvollziehen zu können, in welcher Zeile welche Teilnehmer*innen eingetragen wurden (siehe als Beispiel Tabelle 1).

Tabelle 1: Beispiel für eine Dateneingabemaske

Auswerten der Daten

Mit welchen statistischen Methoden die Auswertung erfolgen soll, sollte bereits im Rahmen der Entwicklung des Fragebogens überlegt werden (Erstellen eines Auswertungsplans). Dies hilft dabei, sich zu überlegen, in welcher Form die Fragen gestellt werden müssen oder ob noch weitere Fragen notwendig sind.

Der erste Schritt der Auswertung ist die Datenkontrolle. Handelt es sich um korrekte, plausible Antworten? Können alle Datensätze der jeweiligen Teilnehmer*innen verwendet werden? Gibt es bei manchen Items besonders viele fehlende Werte?

Der zweite Schritt besteht in der Beschreibung der Stichprobe mittels Häufigkeiten und Mittelwerten. Falls verfügbar können auch Vergleiche zur Grundgesamtheit gezogen werden, um eventuell Abweichungen von dieser hervorheben zu können (Einschränkungen in der Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse und Interpretation).

Der dritte Schritt fokussiert auf die Beantwortung der Fragestellung. Hier können Mittelwerte und Häufigkeiten, Zusammenhänge zwischen einzelnen Variablen und eventuell Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen relevant sein.

Berichten der Methodik und Ergebnisse

Im Methodenteil der VWA sollte die Entwicklung des Fragebogens beschrieben werden bzw. auch die verwendeten bereits publizierten Fragebögen genannt werden. Zentral sind auch die Nennung der Grundgesamtheit sowie die Verwendung der statistischen Verfahren bei der Auswertung der Ergebnisse.

Im Ergebnisteil sollen die Charakteristika der Stichprobe beschrieben werden und auch die Rücklaufquote für die Befragung genannt werden.

Die Ergebnisse zur Beantwortung der Fragestellung der VWA sollen ebenfalls im Ergebnisteil beschrieben werden.

Die Ergebnisse selbst können in Form von Tabellen oder aber auch von Abbildungen dargestellt werden. Sowohl Tabellen als auch Abbildungen benötigen einen aussagekräftigen Titel, den Hinweis auf die Stichprobengröße und die Benennung der Kategorien (Schreibportal, 2021). Darüber hinaus sollten die wichtigsten Ergebnisse beschrieben werden.

Sowohl Balkendiagramme (Abbildung 1) als auch Säulendiagramme (Abbildung 2) können für die Darstellung der Ergebnisse verwendet werden. Bei Ergebnissen von quantitativen Befragungen ist es notwendig, jeweils die Stichprobengröße (wird mit „n“ abgekürzt“), auf der die Daten in der Abbildung beruhen, zu nennen.

Abbildung 1: Beispielabbildung für ein Balkendiagramm, n=127

Abbildung 2: Beispielabbildung für ein Säulendiagramm

Gütekriterien eines Messinstruments (quantitative Erhebung)

An die quantitative empirische Forschung und in deren Rahmen angewandten Erhebungsmethoden (auch genannt Messinstrumente) werden spezifische Anforderungen gestellt, um die Qualität des Forschungsprozesses sicher zu stellen. Diese lassen sich nach Bortz und Döring (2002) folgendermaßen beschreiben:

Objektivität: Gelten die Forschungsergebnisse unabhängig von der forschenden Person? Die Antworten der Teilnehmenden einer Befragung, aber auch die Auswertung und die Interpretation der Ergebnisse sollen von der forschenden Person unbeeinflusst bleiben.

Reliabilität: Die Reliabilität eines Messinstruments gibt den Grad der Genauigkeit wieder, mit der ein Merkmal gemessen wird. Dies bedeutet auch, dass eine wiederholte Studie unter gleichen Bedingungen zu denselben Ergebnissen kommen sollte.

Validität: Die Validität spiegelt wider, wie gut ein Messinstrument auch tatsächlich das misst, was es zu messen vorgibt. Beschreiben die Inhalte der Messitems (einzelne Fragen) den untersuchten Gegenstand?

 

Publizierte Fragebögen als Anregung

Europäische Schüler*innenstudie zu Alkohol und anderen Drogen: https://www.ift.de/fileadmin/user_upload/forschungsbereiche/Epidemiologie_und_Diagnostik/ESPAD_Schuelerfragebogen_2019_Ansicht.pdf [08.06.2021]

Gesundheit und Gesundheitsverhalten von österreichischen Schülerinnen und Schülern (die Fragebögen sind in den Itemboxen angeführt). https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Kinder--und-Jugendgesundheit/HBSC.html [08.06.2021]

Mikrozensusbefragung der Statistik Austria: https://www.statistik.at/web_de/frageboegen/private_haushalte/mikrozensus/index.html [20.06.2021)

Tools zum Aufsetzen von Online-Befragungen

Um mehr Personen einfach und kostengünstig erreichen zu können, empfiehlt sich die Durchführung einer Online-Befragung. Hierfür können Gratisversionen (oftmals verbunden mit Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Fragen oder der Teilnehmer*innen) verwendet werden. Beispiele für Gratisversionen sind:

https://www.google.com/intl/de_at/forms/about/ [08.06.2021].

https://www.lamapoll.de/Lizenz/Studenten [08.06.2021].

https://www.survio.com/de/ [08.06.2021].

https://www.2ask.com [08.06.2021]. (30 Tage Trial)

 

Verwendete Literatur

Bortz, J. und Döring, N. (2002). Forschungsmethoden und Evaluation: für Human- und Sozialwissenschaftler. 3. Aufl., Berlin: Springer.

DATATab. Fragebogendesign. URL: https://datatab.at/tutorial/fragebogendesign [08.05.2021].

Diekmann, A. (2016). Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. 10. Aufl., Hamburg: Rowohlt.

Hug, T. und Poscheschnik, G. (2015). Empirisch forschen. Die Planung und Umsetzung von Projekten im Studium. 2. Aufl., Konstanz: Huter & Roth.

Kallus, W. (2016). Erstellung von Fragebogen. 2. Aufl., Stuttgart: UTB.

Schnell, C. (2016). „Lautes Denken“ als qualitative Methode zur Untersuchung der Validität von Testitems. Erkenntnisse einer Studie zur Diagnose des ökonomischen Fachwissens von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Zeitschrift für ökonomische Bildung, Heft 5, S. 26-49. URL: https://www.zfoeb.de/2016_5/2016-5_schnell_lautes_denken.pdf) [08.05.2021].

Schreibportal, Universität Leipzig (2021). Tabellen und Abbildungen. URL: https://home.uni-leipzig.de/schreibportal/tabellen-grafiken/ [08.05.2021].