Fragen & Antworten

11. Verordnung des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung über die Vorbereitung und Durchführung abschließender Prüfungen für das Schuljahr 2020/21

§ 6. (1) Abweichend von den in den Gesetzen und Prüfungsordnungen vorgesehenen Bestimmungen
hinsichtlich abschließende Arbeiten finden für den Haupttermin des Schuljahres 2020/21 Präsentationen
und Diskussionen der abschließenden Arbeiten nicht statt, ausgenommen eine Prüfungskandidatin oder
ein Prüfungskandidat stellt einen Antrag auf Präsentation und Diskussion der abschließenden Arbeit bis
spätestens eine Woche vor dem verordneten Präsentationstermin. Die Beurteilung der schriftlichen Arbeit
ist bis spätestens zwei Wochen vor dem verordneten Präsentationstermin bekannt zu geben. Wenn keine
Präsentation und Diskussion stattgefunden hat, erfolgt die Beurteilung der abschließenden Arbeit
aufgrund der schriftlichen Arbeit. Die Präsentation und Diskussion kann auch mittels elektronischer
Kommunikation stattfinden.

§ 8. (1) Diese Verordnung tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung im Bundesgesetzblatt
in Kraft und mit Ablauf des 31. August 2021 außer Kraft.

 

Eine Verlängerung der Einreichfrist für die Themenstellungen der VWA gem. Prüfungsordnung AHS § 8 Abs. 2 ist jedoch derzeit nicht angedacht, da diese erst bis Ende März 2021 zur Genehmigung bei der Schulleitung eingebracht werden müssen.

Stand: 04.02.2021, Novelle der Prüfungsordnung in Vorbereitung

Die Abgabe der vorwissenschaftlichen Arbeit an AHS wird analog zur Verschiebung der Klausurprüfungen um zwei Wochen nach hinten verschoben, um Schüler/innen mehr Zeit für die Fertigstellung ihrer VWA zu geben. Dies bedeutet, die VWA muss in den Bundesländern bis zu folgenden Terminen am Schulstandort bzw. über die Datenbank abgegeben werden.

Bundesland

NEUE Abgabefristen
(Novelle der Verordnung in Vorbereitung)

Niederösterreich, Wien

Abgabewoche der VWA an der Schule: 22. Februar - 26. Februar 2021

Spätestmöglicher Upload der VWA auf die Datenbank: Sonntag, 28. Februar 2021

Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg

Abgabewoche der VWA an der Schule: 01. März. - 05. März 2021

Spätestmöglicher Upload der VWA auf die Datenbank: Sonntag, 07. März 2021

Oberösterreich, Steiermark

Abgabewoche der VWA an der Schule: 08. März – 12. März 2021

Spätestmöglicher Upload der VWA auf die Datenbank: Sonntag, 14. März 2021

 

Eine Verlängerung der Einreichfrist für die Themenstellungen der VWA gem. Prüfungsordnung AHS § 8 Abs. 2 ist jedoch derzeit nicht angedacht, da diese erst bis Ende März 2021 zur Genehmigung bei der Schulleitung eingebracht werden müssen.

Die VWA muss digital (bspw. über die Datenbank oder über einen Datenträger) und in zweifach ausgedruckter Form abgegeben werden. Diese muss nicht gebunden werden, es reicht aus, wenn sie ausgedruckt und geheftet an der Schule fristgerecht abgegeben wird.

 

Die abschließenden Prüfungen finden zum Wintertermin 2021 unter denselben Bedingungen wie zum Haupttermin 2020 statt:
Die Präsentation und Diskussion der VWA entfällt grundsätzlich, die Beurteilung erfolgt auf Basis der schriftlichen Arbeit. Droht eine negative Beurteilung, kann auf Antrag der Prüfungskandidatin bzw. des Prüfungskandidaten auch die Präsentation und Diskussion erfolgen.
Diese COVID-19-Regelungen gelten für alle Kandidat*innen, die erstmals zu abschließenden Prüfungen im zweiten Nebentermin zum Haupttermin 2020 antreten (bspw. jene Kandidat*innen, die im Haupttermin oder im ersten Nebentermin gerechtfertigt verhindert waren) sowie für alle Kandidat*innen, die die abschließenden Prüfungen im zweiten Nebentermin zum Haupttermin 2020 fortsetzen und bereits Prüfungsgebiete nach der COVID-Prüfungsordnung abgelegt haben.

Weitere Informationen

Anfang Dezember wurden die Änderungen der abschließenden Prüfungen für den Haupttermin 2020/21 bekannt gegeben (Erlass des BMBWF GZ 2020-0.787.653)  Weitere Informationen

Die Präsentation und die Diskussion der vorwissenschaftlichen Arbeiten finden freiwillig statt. Gegebenenfalls verordnet die zuständige Schulbehörde diese Termine neu.

Die Präsentation und die Diskussion werden unter Einhaltung der Hygienebestimmungen am Schulstandort abgehalten. Nach Vereinbarung zwischen den Kandidat*innen und der Schule können diese auch mit Hilfe von elektronischer Kommunikation im virtuellen Raum stattfinden, sofern die Kandidat*innen über die erforderliche technische Ausstattung verfügen.

Weitere Informationen

Eine vorwissenschaftliche Arbeit orientiert sich an einer wissenschaftlichen Methode und an Regeln einer guten wissenschaftlichen Praxis, sie befasst sich dabei aber nur mit sehr kleinen Gebieten. Im Unterschied zu einer wissenschaftlichen steht bei einer vorwissenschaftlichen Arbeit nicht neuer Erkenntnisgewinn im Vordergrund, sondern der Nachweis, die wichtigsten Regeln der Wissenschaftlichkeit anwenden zu können.

Eine vorwissenschaftliche Arbeit kann zu jedem Thema geschrieben werden, sofern dieses dem Bildungsziel der allgemein bildenden höheren Schule entspricht. Eine vorwissenschaftliche Arbeit ist nicht an einen speziellen Unterrichtsgegenstand gebunden.

Das festgelegte Thema sowie der im Zuge der Themenfindung vereinbarte Erwartungshorizont ist der/dem Schulleiter/in bis Ende März der vorletzten Schulstufe zur Zustimmung vorzulegen. Die/der Schulleiter/in hat bis Ende April der vorletzten Schulstufe die Zustimmung zu erteilen oder die Vorlage eines überarbeiteten Themas zu verlangen. Es obliegt der/dem Schulleiter/in  eine angemessene Nachfrist zu setzen.

Bei Ablehnung einer vorgelegten Themenstellung durch den/die Schulleiter/in wird dem Schüler/der Schülerin gleichzeitig eine Nachfrist gesetzt, innerhalb der ein überarbeitetes Thema vorzulegen ist.

Wie viel Literatur verwendet werden muss, hängt von den Leitfragen, dem Ziel der VWA und den angestrebten Methoden ab.

Es ist nicht der Diskurs über den letzten Stand wissenschaftlicher Forschung gefragt. Vielmehr sollen Schüler/innen die Fähigkeit nachweisen, möglichst aktuelle seriöse Quellen aufzufinden und ihre Qualität zu bewerten, Quellenarten zu unterscheiden und die Brauchbarkeit einer Quelle zur Beantwortung der Leitfragen zu überprüfen.

Die vorwissenschaftliche Arbeit darf sich nicht in der (bloß kompilatorischen) Verarbeitung von Informationsquellen erschöpfen.

Grundsätzlich kann jede Medienart verwendet werden. Entscheidend für die Brauchbarkeit der Quelle ist ihre Qualität. Bei Internetquellen ist besonders auf die Einhaltung der CARS-Kriterien zu achten.

Die Wahl der Zitierweise ist grundsätzlich freigestellt und wird mit dem Betreuer/der Betreuerin vereinbart. Viele Standorte verwenden eine einheitliche Zitierweise, die erfragt werden sollte.

Die einmal gewählte Zitierweise muss in der gesamten Arbeit korrekt und konsequent angewendet werden.

Eine gendersensible Verwendung von Sprache ist anzustreben. Der hilfreiche Leitfaden „Geschlechtergerechte Sprache“ findet hier. Die diesbezügliche Vereinbarung zwischen Kandidat/in und Betreuungsperson erfolgt bereits in der Phase des Contractings.  

Eine generelle Verpflichtung dafür gibt es allerdings nicht. Die Verwendung von geschlechtsspezifischen bzw. neutralen Formulierungen ist nicht beurteilungsrelevant.

In §8, Absatz 4 der Prüfungsordnung AHS ist festgelegt: Die schriftliche Arbeit hat einen Umfang von höchstens zirka 60.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen, Quellenbelegen im Text und Fußnoten, ausgenommen Vorwort, Inhalts-, Literatur- und Abkürzungsverzeichnis) zu umfassen.

Die Länge der VWA ist in engem Zusammenhang mit den Qualitätsanforderungen zu sehen. Die Arbeit muss die fundierte Auseinandersetzung mit einer Themenstellung mittels Heranziehung und Auswertung geeigneter Ressourcen (Literatur, erhobenen Daten, Interviews) dokumentieren, Fragestellungen und Methodenwahl begründen sowie Ergebnisse schlüssig darstellen. Diese Qualitätsanforderungen sind im Beurteilungsraster konkretisiert.

Wenn ein Schüler/eine Schülerin die 7. Klasse wiederholen muss, bleibt das genehmigte Thema bestehen. Es kann aber auch erneut ein neues Thema eingereicht werden.

Wird die schriftliche Arbeit nicht zeitgerecht bis zum Ende der ersten Woche des zweiten Semesters der letzten Schulstufe sowohl in digitaler als auch in zweifach ausgedruckter Form abgegeben, so wird der Prüfungskandidat bzw. die Prüfungskandidatin nicht zur Präsentation und Diskussion zum vorgesehenen Prüfungstermin zugelassen. Eine Zulassung zur Präsentation und Diskussion ist nach Abgabe der schriftlichen Arbeit zum nächstmöglichen Prüfungstermin möglich.

In diesem Fall kann das Prüfungsgebiet „Vorwissenschaftliche Arbeit“ noch nicht beurteilt werden, da die Präsentation und die Diskussion noch nicht absolviert wurden. Der Schüler/die Schülerin kann beim nächsten Prüfungstermin zur Präsentation und Diskussion seiner schriftlichen Arbeit antreten. Erst dann kann das Prüfungsgebiet „Vorwissenschaftliche Arbeit“ durch die Prüfungskommission beurteilt werden.

Eine nochmalige Erstellung der schriftlichen Arbeit samt Präsentation und Diskussion im Wiederholungsjahr ist nicht notwendig, wenn das Prüfungsgebiet „Vorwissenschaftliche Arbeit“ abgeschlossen wurde. Auf Antrag kann auch ein eigenes Zeugnis über das Prüfungsgebiet „Vorwissenschaftliche Arbeit“ ausgestellt werden.

Durch kontinuierliche Betreuung kann die Betreuungsperson den Arbeitsprozess und die Eigenleistung beobachten. So können etwa einzelne Textteile im Verdachtsfall stichprobenartig bereits im Vorfeld einer Prüfung unterzogen werden (beispielsweise durch erweiterte Schlagwortsuche bei Google).

Nach dem Hochladen erfolgt die Plagiatsprüfung. Details zur Plagiatsprüfung könne im Benutzerhandbuch Plagscan nachgelesen werden.

Nach einer negativen Beurteilung kann der Schüler/die Schülerin die vorwissenschaftliche Arbeit zum nächsten Prüfungstermin bei demselben Prüfer/ derselben Prüferin oder einem/einer anderen wiederholen. Dafür muss innerhalb von vier Wochen nach negativer Beurteilung ein neues Thema der vorwissenschaftlichen Arbeit im Einvernehmen mit dem/der zukünftigen Prüfer/in festgelegt und in die Genehmigungsdatenbank hochgeladen werden. Der Schulleiter/die Schulleiterin hat dem Thema innerhalb von zwei Wochen zuzustimmen oder unter Setzung einer Nachfrist die Vorlage einer neuen Themenstellung zu verlangen. Es erfolgt nach Abschluss der letzten Schulstufe keine kontinuierliche Betreuung mehr.

Für ein Antreten beim 1. Nebentermin zu Präsentation und Diskussion ist der Abgabezeitraum die erste Unterrichtswoche des Unterrichtsjahres, für ein Antreten beim 2. Nebentermin die ersten fünf Unterrichtstage im Dezember, für ein Antreten beim folgenden Haupttermin die erste Unterrichtswoche des zweiten Semesters.

Ein Kandidat/eine Kandidatin kann insgesamt vier Mal zur Prüfung Vorwissenschaftliche Arbeit antreten (erstmaliges Antreten und drei Wiederholungsmöglichkeiten).

Der Schüler/die Schülerin muss innerhalb von vier Wochen nach negativer Beurteilung ein neues Thema der vorwissenschaftlichen Arbeit im Einvernehmen mit dem/der zukünftigen Prüfer/in festlegen und in die Genehmigungsdatenbank hochladen. Der Schulleiter/die Schulleiterin hat dem Thema innerhalb von zwei Wochen zuzustimmen oder unter Setzung einer Nachfrist die Vorlage einer neuen Themenstellung zu verlangen. Es erfolgt nach Abschluss der letzten Schulstufe keine kontinuierliche Betreuung mehr.