AHS-Bundesseminar: Die VWA im Diskurs | Thema, Fragestellung, Leitfragen

Freitag, 20. November 2020 von 13:00 bis 16:45 Uhr 

Freitag, 15. Jänner 2021 nachmittags (genaue Uhrzeiten folgen)

Ort: virtuelle Veranstaltung

„Das Herz jeder guten Arbeit ist ein Rätsel und eine gute Idee, um es zu lösen.“ (Andrew Abbott, Methods of Discovery, 2004)

Schülerinnen und Schüler neigen bei der Beschäftigung mit ihrer VWA dazu, ein Thema, aber keine Fragestellung zu fokussieren. Resultate sind oft Arbeiten, in denen viele Aspekte willkürlich ausgewählt, angeschnitten, oft zusammengeführt werden und große Breite, aber wenig Tiefe erzielt wird.

 

Im Rahmen des Bundesseminars wollen wir uns der Frage widmen, wie dieses „Schreiben über ...“ durch ein „Ich möchte … herausfinden“ abgelöst werden kann und wie Betreuungslehrerinnen und Betreuungslehrer ihre Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Weg zu einer ausgefeilten Themeneinreichung unterstützen können.

Wir werden folgenden Überlegungen nachgehen:

  • Was kennzeichnet ein „gutes“ VWA-Thema?  
  • Worin bestehen die Gütekriterien einer bearbeitbaren Fragestellung?
  • Wie können aus einer Fragestellung Leitfragen zur Beforschung von Einzelaspekten abgeleitet werden?
  • Welche Bedeutung haben Fragestellung und Leitfragen für den „roten Faden“ der   Arbeit?

Am ersten Seminarnachmittag arbeiten wir nach einer Keynote zum fragengeleiteten und forschenden Lernen in einem Workshop zu allgemeinen Prinzipien von Thema/Fragestellung/Leitfragen.

Am zweiten Seminartag folgen domänenspezifische Workshops, in denen Beispiele für geeignete Themenstellungen (mit ausgewiesenen Themen, Fragestellungen und Leitfragen) für ihre Fachbereiche erörtert und Themen zu eigenen inhaltlichen Schwerpunkten entwickelt werden.

Seminarprogramm:

Erster Seminarnachmittag: Freitag, den 20. November 2020

13:00 bis 13:20

Eröffnung, Begrüßung

13:20 bis 14:30

Keynote: Fragengeleitetes Lernen, lernpsychologischer Überbau – forschendes Lernen – Univ.-Prof. Dr. Johannes Reitinger, Universität Wien

Ist Forschen nur etwas für Wissenschaftler*innen? Im Rahmen der Debatte um Unterrichtsentwicklung hört man – bezugnehmend auf lernpsychologische Ansätze und unterrichtswissenschaftliche Forschungsergebnisse – vermehrt von der Forderung nach einer forschenden Ausrichtung des Unterrichts. Die VWA soll hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Forschendes Lernen im Segment der Sekundarstufe ist tatsächlich möglich. Voraussetzung dafür aber ist u. a., dass von den Lernenden persönlich bedeutungsvolle Fragestellungen bearbeitet werden können. Weiters braucht es zur Findung dieser Fragestellungen sowie der Entwicklung adäquater Designs zur Untersuchung der Fragestellung gute Unterstützung. Insgesamt ist nicht die Komplexität des vorwissenschaftlichen Projektes das Qualitätskriterium, sondern seine Stringenz. Forschen ist etwas zutiefst ‚Menschliches‘. Die VWA kann daher als Chance gesehen werden, insofern allen Beteiligten (Lernenden und Lehrenden) erstens diese Herausforderung zugetraut wird und zweitens die für dieses Projekt nötige curriculare und methodische Freiheit zur Verfügung steht.

anschließend: Diskussion

15:00 bis 16:15

Workshop: Zur Bedeutung und Qualität von Fragestellungen für die VWA – Mag.a Adelheid Schreilechner, PH Salzburg

Eine fragengeleitete Herangehensweise fördert zielgerichtetes Arbeiten und unterstützt den Erkenntnisgewinn. Welche Bedeutung eine durchdachte Fragestellung für die VWA hat, welche Funktion Leitfragen für den Aufbau und für die fokussierte Arbeit zur Beantwortung der übergeordneten Frage haben, wird der Workshop von Adelheid Schreilechner zeigen. Die Referentin wird einen kurzen Input zu qualitätsvollen Fragestellungen geben und im Anschluss daran ausgehend von beispielhaften Themenstellungen die Teilnehmer*innen zur Mitarbeit einladen.

16:15 bis 16:45

Abschlussdiskussion & Ausblick auf den zweiten Seminarnachmittag

Zweiter Seminarnachmittag: Freitag, den 15. Jänner 2021

nachmittags (genaue Uhrzeiten folgen)

Domänenspezifische Workshops, in denen Beispiele für geeignete Themenstellungen (mit ausgewiesenen Themen, Fragestellungen und Leitfragen) für ihre Fachbereiche erörtert und Themen zu eigenen inhaltlichen Schwerpunkten entwickelt werden

anschließend: Abschlussdiskussion

Genauere Details zum zweiten Seminarnachmittag folgen.

Anmeldung zum VWA-Bundesseminar:
Mag. Michael Koscher, BA BA – michael.koscher@phwien.ac.at