2.3 Geeignete Leitfragen

Um (vor)wissenschaftlich zu „forschen” und Wissen zu erzeugen, müssen zu Beginn eine oder mehrere Fragen gestellt werden. Was willst du über dein Thema herausfinden? In deiner VWA geht es dann hauptsächlich darum, diese Fragen zu beantworten. Die Fragestellung grenzt das Thema deiner VWA ein und gibt den Rahmen vor, der von dir bearbeitet wird.

Formuliere zuerst geeignete Leitfragen, die als Ausgangspunkt der Beschäftigung mit deinem Thema dienen können. Bei der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema kannst du dann die eigentliche Fragestellung deiner Arbeit weiterentwickeln und präzisieren.

Je enger und präziser deine Fragestellung ist, desto besser. Keinesfalls sollte sie allerdings nur mit Ja oder Nein oder durch einmaliges Nachschlagen zu beantworten sein. Deine Fragestellung sollte auch die Antworten nicht vorwegnehmen. Sie sollte aber mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln beantwortbar sein.

Deine Fragestellung und die Wahl der Forschungsmethode stehen eng in Zusammenhang. Bei einer reproduktiven Arbeit (Literaturarbeit) geht es darum, schon vorhandenes Wissen wiederzugeben, das Ziel ist ein guter Überblick über die Thematik anhand von Literatur.

Bei produktiven Arbeiten ist die Fragestellung so formuliert, dass sie – natürlich auf der Basis von Literatur zum Thema – mithilfe einer empirischen Methode beantwortet werden kann.

Am besten beginnst du mit dem Stellen von W-Fragen (Wer? Was? Wie? Wo? Wann? Warum?). Danach versuchst du, die Fragen miteinander zu verbinden. Stress dich dafür nicht! Die Entwicklung von guten Fragestellungen (siehe Download) braucht Zeit – nimm sie dir. Du wirst deine Fragestellung nicht in einer halben Stunde erarbeiten können. Es ist hilfreich, nach einigen Tagen und mit etwas Abstand die Fragen noch einmal auf die Anforderungen hin zu checken.